L’Albero della Fecondità

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  • Freske Massa Marittima

L’Albero della Fecondità

 

Die berühmte Freske Albero della Fecondità von Massa Marittima wird nach Jahre andauernden Restaurationsarbeiten wieder für das Publikum sichtbar. Bei dem Albero della Fecondità, übersetzt der Fruchtbarkeitsbaum, handelt es sich um eine Freske, die sich unterhalb des Palazzo dell’Abbondanza in Massa Marittima befindet, dh. nach kostenpflichtigen dem Parkplatz vor der Piazza Duomo des histor. Zentrums auf der rechten Seite. Ende der 90er Jahre kam diese Freske sowohl zu nationalem als auch internationalem Ruhm.
Freske FruchtbarkeitsbaumEs handelt sich hier um eine Freske, die nach der Restauration des unterhalb des Palazzo befindlichen Brunnens zum Vorschein kam.
Die Freske stammt aus dem Jahre 1265, wie oberhalb des Brunnens angegeben, als Massa Marittima unter der Herrschaft Pisas stand und war wohl auch über Jahrhunderte unter dickem Kalkputz versteckt. Groß war das Erstaunen, als diese enorme und doch so gut, unter dem dicken Putz, erhaltene Freske zum Vorschein kam, allerdings auch etwas Peinlichkeit, denn sie zeigt einen Baum, bei dessen Früchten es sich um männliche Glieder handelt. Unterhalb des Baumes befinden sich Frauen, die einen beim Plausch, die anderen damit beschäftigt gierige Raben vom Baum fernzuhalten.

FruchtbarkeitsfreskeIch hatte im Jahr 1999/2000 durch Zufall den Baum fotografieren können. In den darauffolgenden Jahren wurde die Freske leider immer weniger sichtbar, praktisch zerstört und ab 2005 komplett zu deren Schutze verdeckt. In Massa Marittima redete man von einem Mysterium, da die Freske über Jahrhunderte Wasser und allem Standgehalten hatte und nun, nach deren, ja etwas für die Kirche „peinlichem“ Erscheinen, langsam zerstört wurde. Von Injektionen zur Zerstörung, evtl. von Seiten die Kirche war die Rede. Internationale Studien belegen, dass es sichhier um ein politisches Manifest vonseiten der Guelfen (Papstanhängern) gegen die Ghibellinen (Kaiseranhänger) handelt. Man holte sich damals dort Wasser dh. ein täglich gut besuchter Ort und somit mehr als geeignet, ein politisches Manifest anzubringen.

Domplatz Massa Marittima

Eine britische Studie hingegen identifiziert die Frauen als Hexen, da gemäß einer mittelalterlichen Legende Hexen die Sexualorgane abschnitten, um diese anschließend in Vogelnester zu legen, wo sie zu Leben erweckt worden wären und sich vermehrt hätten (veröffentlicht unter „Toscana Studies“ University of Leicester, England).
Offiziell wird heute angenommen, dass nach der Restauration sowie Eröffnung des Brunnens sowie nach Abnehmen der Schutzschicht, sprich des Putzes, das Brunnenwasser und seine Feuchtigkeit zur langsamen Zerstörung beigetragen haben. Der Brunnen bleibt wohl zunächst einmal ohne Wasser, um zu sehen, wie die Freske reagiert.
2014-01-30T11:25:36+00:00 29 November 2010|Categories: Aus Italien|Tags: , , |0 Kommentare

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