Süßspeise aus Pitigliano – Sfratto

10 Mai, 2013

Wer die Tuffsteinstadt Pitigliano in der Maremma besucht, sollte unbedingt in eine der pasticcerie im jüdischen Viertel hineinschauen. Eine der typischen toskanischen Spezialitäten, die dort feilgeboten werden, ist eine stabförmige Leckerei
namens sfratto. Der Name bedeutet eigentlich „Zwangsräumung“ und weist schon auf die bittere Geschichte dieser süßen Speise hin. Als nämlich zu Beginn des 17. Jahrhunderts die Medici ihre Macht bis in die Maremma ausdehnten, wurde Pitigliano dem Großherzogtum Toskana eingegliedert und die dort lebenden Juden – eben per Zwangsräumung – aus ihren Häusern in ein Ghetto vertrieben. Auch die Form des Sfratto kommt nicht von ungefähr: Sie ist dem Stock geschuldet, mit dem die Gesandten der Medici an die Haustüren der Juden klopften, um sie zum Gehen „aufzufordern“. Wie gut, dass der Geschmack des sfratto viel erfreulicher ist als seine Geschichte.

Zutaten (für 6 sfratti):

Sfratto - Spezialität aus Pitigliano

Sfratto – Spezialität aus Pitigliano

Teig:
• 2 Eier
• 500g Mehl
• 50g zerschmolzene Butter
• 3 Esslöffel Zucker
• eine Prise gemahlener Anis
• 1cl Anislikör
• 1cl Whisky oder Brandy
• 100ml Milch
• 1 Prise Salz

Füllung:
• 600g Walnüsse (Gewicht ohne Schale)
• 500g Honig
• 2-3 Hände voll Semmelbrösel
• geriebene Orangen-, Zitronen- und Mandarinenschale
• eine Prise gemahlene Muskatnuss
• eine Prise gemahlener Zimt

Zuerst die Füllung zubereiten: Die Nüsse zerkleinern, mit den geriebenen Mandarinen-, Zitronen- und Orangenschalen vermengen und Muskat und Zimt dazugeben. Den Honig 30 Minuten lang kochen lassen, nach 20 Minuten die Nüsse und die Semmelbrösel unterrühren. Die Masse etwas abkühlen lassen und auf einem Backpapier mit einem Löffel 6 gleich große Häufchen aus der Masse bilden. Hände mit etwas Öl befeuchten und aus den Häufchen ca. 2cm dicke Würste formen.

Nun den Teig zubereiten: Alle Zutaten vermischen, zu einem festen Teig kneten und diesen 30 Minuten lang ruhen lassen. Den Teig in 6 gleich große Stücke trennen und diese mit einer Dicke von etwa 0,5cm ausrollen. Nun mit den Händen die 6 vorher zubereiteten Würste darin einrollen und das Ganze mit Milch oder Eiweiß bestreichen. Die sfratti 20 Minuten im auf 180°C vorgeheizten Ofen backen, nach 15 Minuten auf 200°C erhöhen. Die sfratti werden abgekühlt und
in dicke Stücke geschnitten serviert. Buon appetito!

Artikel und Fotos von Max Fleschhut

Fotos Raduno Lamborghini

10 Mai, 2013

Bei traumhaftem Wetter reisten am 9. Mai die Teilnehmer des Lamborghini-Radunos zum 50. Firmenjubileum von Forte dei Marmi in der Versilia entlang der Küste in das knapp 200 km südlich liegende Grosseto (Maremma). Lamborghini mit Besitzern aus den unterschiedlichsten Ländern und in ebenso unterschiedlichen Farben und Ausstattungen, fuhren gegen Mittag, von der Polizei natürlich in einem Lamborghini geleitet, in den Militärflughafen in Grosseto ein. Auf dem Parkplatz von Tyhoon und Eurofighters parkten die bunten, von weitem an bunte Smarties erinnernden Fahrzeuge zum Mittagessen, um dann weiter nach Rom zu fahren. Hier konnte man sich die teilweise sehr individuell gestalteten Fahrzeuge ansehen. Ganz besonders auffallend ein pink-metallikfarbener Lamborghini mit goldenen Einsätzen, pinkfarbener Innenausstattung und Dekorationen mit Swarowskisteinen am Armaturenbrett, dessen Besitzer genauso schillernd daherkam oder ein blau-metallikfarbener Lamborghini mit dem Kennzeichen “UnSogno”, ein Traum, was es wohl auch für die meisten, mich eingeschlossen bleiben wird!

 

Weblinks:

50 Jahre Lamborghini

9 Mai, 2013

Zu seinem 50-jährigen Firmenjubiläum hat die Automarke Lamborghini stolze Besitzer aus aller Welt zu einer Grand Tour durch die schönsten Gegenden von Nord- bis Zentralitalien eingeladen. 350 (!) einzigartige Lamborghini (sprich Lamborgini und nicht Lambortschini, da ein “h” dazwischen ist) sind mit ihren Besitzern aus aller Welt angereist, aus Dubai, Japan, British Columbia, USA, Deutschland…. Start war am 7. Mai, wo sich die Besitzer inmitten des herrlichen Domplatzes in Mailand registrierten und bei der Gelegenheit man auch gleich die Autos bewundern konnte.

Raduno Lamborghini, Grosseto Toscana 09.05.2013

Raduno Lamborghini, Grosseto Toscana 09.05.2013

Am nächsten Tag ging es von Forte dei Marmi über enge Pass-Straßen über die Emilia Romagna mit Stop in Bobbio, die Heimat des Regisseurs Marco Bellocchio (u.a. Der Name der Rose) und Filippo Perini, dem Chef-Designer von Lamborghini, bis Forte dei Marmi, der exklusiveste Badeort der Versilia, im nördlichsten Zipfel der Toskana-Küste. Heute, am 9. Mai ging es von Forte dei Marmi entlang der Küste in Richtung Rom, mit Zwischenstopp und Mittagessen in Grosseto. Treffen war im Militärflughafen, wo sich die Lamborghini entlang des Parkplatzes, auf dem normalerweise Typhoon oder Eurofighters “parken”. Direkt neben den Flugzeugen und einmaligen Autos ein riesiges Bufett zur Stärkung nach Rom. Heute Abend treffen die Autos in Rom ein und werden eine Karawane durch die Altstadt machen. Man bedenke, dass 350 Autos inkl. Abstand alleine auf eine Länge von ca. 10 km kommen. Am Freitag, den 10. Mai geht es von Rom aus über die herrliche umbrische und toskanische Landschaft wieder in Richtung Norden, von Florenz über den Futa-Pass bis Bologna, wo sich die Autos dann in der Piazza Maggiore treffen. Am Samstagnachmittag (11. Mai), dem letzten Tag des “Raduno”, werden die Autos von der Piazza Maggiore zu zum historischen Firmensitz von Lamborghini in Sant’Agata Bolognese, ca. 30 km von Bologna, fahren.

Die Geschichte

Lamborghini war eigentlich Hersteller von Traktoren. Irgendwann, Anfang der 60er Jahre gönnte sich der damalige Besitzer Ferruccio Lamborghini einen Ferrari aus dem nahegelegenen Maranello. Das Auto muss allerdings ein so genanntes Montagsauto mit allerlei Macken gewesen sein, sodass Ferruccio Lamborghini sich bei seinem Sportwagenkollegen Enzo Ferrari beschwerte. Dieser nahm ihn nicht ernst, ganz im Gegenteil, er meinte, dass Lamborghini zwar etwas von Traktoren aber nicht von Sportwagen verstehe. Ganz nach dem Motto: Amico mio, te la faccio vedere ora io (dt. mein lieber Freund, jetzt zeige ich es dir), baute Ferruccio seine eigene Sportwagenfabrik auf und warb die Ingenieure von Ferrari ab.

Weblinks:

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