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	<title>Toskana Italien - Der Toskana-Blog &#187; Reisebericht</title>
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	<description>Toskana Italien - Der Blog über die Toskana</description>
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		<title>Familienurlaub Toskana mit Abstecher nach Rom</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Jun 2011 16:30:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>GuestUser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Bei unseren ersten Planungen für unseren Toskanaurlaub über Ostern 2011, dachten wir, dass unsere beiden Jungs, Linus und Lukas (11 und 8 Jahre), jetzt alt genug sind, um von dort aus einen Abstecher nach Rom zu machen. Durch ihre Was-ist-Was Bücher über das antike Rom, war es schon seit geraumer Zeit der Kinder Innigster Wunsch, Rom zu besuchen...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp">Bei unseren ersten Planungen für unseren <strong>Toskanaurlaub</strong> über <strong>Ostern 2011</strong>, dachten wir, dass unsere beiden Jungs, Linus und Lukas (11 und 8 Jahre), jetzt alt genug sind, um von dort aus einen <strong>Abstecher nach Rom</strong> zu machen. Durch ihre <em>Was-ist-Was Bücher</em> über das antike Rom, war es schon seit geraumer Zeit der Kinder Innigster Wunsch, Rom zu besuchen und sie waren somit auch im Besitz des Rom-Kinderreiseführers  <em>Pollino und Pollina entdecken die Welt</em>.</div>
<div id="attachment_4159" class="wp-caption alignright" style="width: 235px"><a title="Der Schiefe Turm von Pisa" href="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/uploads/2011/06/turm-pisa.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="size-medium wp-image-4159 " style="margin: 5px;" title="Der Schiefe Turm von Pisa" src="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/uploads/2011/06/turm-pisa-225x300.jpg" alt="Der Schiefe Turm von Pisa" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Der Schiefe Turm von Pisa</p></div>
<p style="text-align: justify;">Also ran an die Detailplanung. Wo und wie lange werden wir in der Toskana bleiben? Wie beziehen wir den <strong>Osterverkehr</strong> mit ein? Schlechte Erfahrungen mit Alpenüberquerungen in den Ferienwochenenden hatten wir bereits gesammelt. Die Anreise sollte auf keinen Fall an einem Freitag oder Samstag stattfinden. Wir wählten deshalb als Anreisetag Sonntag, den 17. April und für die Abreise Mittwoch, den 27. April 2011. <span id="more-4114"></span><br />
Was möchten wir sehen? Machen wir eine Zwischenübernachtung in Rom? Bei unserem Sohn Lukas stand natürlich das Kolloseum ganz oben auf der Wunschliste. Dann kam mir die Idee, dass wenn man schon einmal in Rom ist, man auch an einer <strong>Papstaudienz</strong> teilnehmen könnte. Suchmaschine sei dank landete ich mit der Stichwortsuche &#8220;Papstaudienz&#8221; auf der Seite <a href="http://www.pilgerzentrum.de"><strong>www.pilgerzentrum.de</strong></a> , auf der man alle nötigen Informationen findet, inklusive Online-Anmeldung zur Papstaudienz. Durch diese fand ich auch heraus, dass der Papst jeden Mittwoch um 10.30 Uhr eine Generalaudienz abhält.<br />
Wir wählten als Termin Mittwoch, den 20. April 2011, der letzten Audienz vor dem christlichen Osterfest in Rom, an dem Menschen aus aller Welt in den Vatikan strömen. Einen Tag nach der Anmeldung bekamen wir bereits die Bestätigung des Pilgerzentrums, dass alles in Ordnung ginge. Man sollte sich nur kurz vorher im Internet erkundigen, ob die Audienz auch wirklich stattfindet. Die Anmeldebestätigung sollte man auch mit nach Rom bringen, um die kostenlosen Tickets vor der Audienz abzuholen. Soweit zur Vorbereitung.</p>
<div class="mceTemp" style="text-align: justify;">
<div id="attachment_4177" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a title="Podere La Collacchia - traumhafte Ferienwohnungen" href="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/uploads/2011/06/lacollacchia.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="size-medium wp-image-4177 " title="Podere La Collacchia - traumhafte Ferienwohnungen" src="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/uploads/2011/06/lacollacchia-300x200.jpg" alt="Podere La Collacchia - traumhafte Ferienwohnungen" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Podere La Collacchia - traumhafte Ferienwohnungen</p></div>
<p>Endlich war der Abreisetag gekommen; wir starteten Sonntagmorgen gegen 2 Uhr und waren bereits vor 8 Uhr am Gotthard, ohne ein Auto vor uns zu haben. Kurz nach Mittag befanden wir uns bereits nahe Pisa, sodass wir uns zu einem  Zwischenstopp an der <em>Piazza Dei Miracoli</em>, dem Platz des Schiefen Turmes entschieden. Das Navigationsgerät leitete uns praktischerweise zum nächstgelegenen Parkplatz, ganz in der Nähe des schiefen Turmes. Bei herrlichstem Sonnenwetter, traumhaft blauem Himmel und einer Temperatur von etwa 22° C machten wir uns freudig auf den Weg zum Turm.</p>
<div id="attachment_4163" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a title="Der Panoramapool mit Meerblick" href="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/uploads/2011/06/poderelacollacchia.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="size-medium wp-image-4163   " style="margin: 5px;" title="Der Panoramapool mit Meerblick" src="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/uploads/2011/06/poderelacollacchia-300x200.jpg" alt="Der Panoramapool mit Meerblick" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Der Panoramapool mit Meerblick</p></div>
<p>Selbst nach mehreren Pisa-Besuchen ist diese Piazza immer wieder sehenswert. Wer kleinere Kinder hat, der sollte wissen, dass Kinder wegen des Abstandes der Gitterstäbe mind. 8 Jahre alt sein sollten. Am Ticketschalter angelangt, bekamen wir die Auskunft, dass der nächste Slot erst gegen 16.20 sein würde. Man hätte die Besteigung aber  auch vorab übers <a title="Offizielle Webseite Schiefer Turm von Pisa" href="http://www.torredipisa.it/" target="_blank">Internet</a> buchen können, was bei den täglichen Besuchermengen tatsächlich lohnenswert ist. Da wir nach der langen Fahrt keine Lust mehr auf langes Warten hatten, entschieden wir uns, weiter, zu unserem Zielort zu fahren und somit für eine verdiente Abkühlung im Pool! Bereits Wochen vorher hatten wir eine herrliche <a title="Podere La Collacchia Ferienwohnungen" href="http://www.toskana.net/lacollacchia/" target="_blank"><strong>Ferienwohung</strong></a> mit riesigem Meerblickpool  in <strong>Puntone Di Scarlino</strong> (Provinz Grosseto) gebucht, die von Pisa nur noch etwas über eine Stunde entfernt war…</p>
<div id="attachment_4165" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a title="Populonia - Blick auf den Golf von Baratti" href="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/uploads/2011/06/populonia.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="size-medium wp-image-4165 " style="margin: 5px;" title="Populonia - Blick auf den Golf von Baratti" src="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/uploads/2011/06/populonia-300x200.jpg" alt="Populonia - Blick auf den Golf von Baratti" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Populonia - Blick auf den Golf von Baratti</p></div>
<p>Um für unseren Rombesuch fit zu sein, verbrachten wir die nächsten Tage überwiegend am Pool, mit einigen Spaziergängen im nahe gelegenen Follonica sowie einen Abstecher in die ehemalige etruskische Stadt <strong>Populonia</strong>, oberhalb des <strong>Golfes von Baratti</strong>. Vom nächst größeren Ort Follonica gibt es sehr gute Zugverbindungen nach Rom, sodass wir Dank <a title="Offizielle Webseite italienische Bahn" href="http://www.trenitalia.com/" target="_blank">Internet</a> die beste Zugverbindung  aussuchen konnten. Der erstmögliche Zug am Morgen fährt täglich um 7.04 Uhr ab. Ankunft in <strong>San Pietro</strong>, 2 Stationen vor <strong>Roma Termini,</strong> 9.23 Uhr, sodass genügend Zeit sein sollte, pünktlich bei der Papstaudienz um 10.30 Uhr einzutreffen. Allerdings war die Adresse des Pilgerzentrums zur Kartenabholung nicht direkt am Vatikan sondern noch einige Straßen entfernt, sodass die Zeit doch relativ knapp schien. Daher rief ich noch einmal im Pilgerzentrum an, und eine sehr nette Mitarbeiterin des Pilgerzentrums bot uns an, die Tickets gemeinsam mit den Tickets der Hotelgäste im <a title="Hotel Palazzo Cardinale Cesi" href="http://www.palazzocesi.it/" target="_blank"><strong>Hotel Palazzo Cardinale Cesi</strong></a> ganz in der Nähe des Petersdomes zu hinterlegen, was wir auch dankbar annahmen.</p>
<div class="mceTemp" style="text-align: justify;">
<div id="attachment_4161" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a title="Audienz beim Papst Rom" href="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/uploads/2011/06/papstaudienz.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="size-medium wp-image-4161 " style="margin: 5px;" title="Audienz beim Papst Rom" src="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/uploads/2011/06/papstaudienz-300x225.jpg" alt="Audienz beim Papst Rom" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Audienz beim Papst Rom</p></div>
<p>Bereits am Vortag bemühten wir uns um die Bahntickets, um langes Schlange stehen am Morgen der Abreise nach Rom zu vermeiden. Dank der Dame am Schalter stellte sich heraus, dass es sich lohnte die Fahrkarte noch 2 Stationen weiter, dh. bis Roma Termini zu kaufen, da dies günstiger war als bis <em>Roma San Pietro</em>.  Mit etwas Verspätung kam der Zug schließlich in Roma San Pietro an, sodass wir uns beeilten, möglichst den Linienbus Nr. 64 zum Petersdom zu bekommen; wir hatten Glück und stiegen direkt ein. Fahrkartenpreis 1 Euro pro Person und nur wenige Minuten später befanden wir uns schon an der Haltestelle vor dem Petersdom. Jetzt hieß es nur noch das Hotel finden, um dort die hinterlegten Tickets abzuholen. </p>
<div id="attachment_4168" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a title="Petersplatz Rom Papstaudienz" href="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/uploads/2011/06/audienz-papst.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="size-medium wp-image-4168 " style="margin: 5px;" title="Petersplatz Rom Papstaudienz" src="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/uploads/2011/06/audienz-papst-300x225.jpg" alt="Petersplatz Rom Papstaudienz" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Petersplatz Rom Papstaudienz</p></div>
<p>Nach wenigen Schritten befanden wir uns vor dem Hotel, in sehr zentraler Lage, praktisch vor dem Petersplatz, mit einem herrlichen Innenhof. Freundlich wurden wir an der Rezeption auf Deutsch begrüßt, auch wenn ich es bevorzugt hätte mein Italienisch aufzubessern. Auf den ersten Blick ein wunderschönes, sehr gepflegtes Hotel, für den nächsten Rombesuch sicherlich in Betracht zu ziehen. Nachdem wir die Tickets hatten, hieß es Kinder an die Hand und zurück zum Petersdom. Bereits von weitem konnte man die enormen Menschenmengen erkennen, die zur riesigen Piazza strömten. Tatsächlich gab es vor dem Eintritt fast genauso strenge Sicherheitskontrollen wie am Flughafen. Als wir die Piazza betraten, waren die besten Plätze ganz vorne schon besetzt, sodass wir einen Platz direkt an einem der Gänge wählten, die vom Papst vor der Audienz mit seinem Papamobile durchfahren werden.</p>
<div id="attachment_4166" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a title="Der Papst in seinem Papamobile" href="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/uploads/2011/06/papamobile.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="size-medium wp-image-4166 " style="margin: 5px;" title="Der Papst in seinem Papamobile" src="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/uploads/2011/06/papamobile-300x200.jpg" alt="Der Papst in seinem Papamobile" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Der Papst in seinem Papamobile</p></div>
<p style="text-align: justify;">Endlich war es 10.30 Uhr,  um 10.35 und Uhr machte sich eine steigernde Unruhe zwischen den Besuchern bemerkbar und siehe da, auf einem der riesigen Bildschirme erschien der Papst in seinem durch die Menge fahrenden <strong>Papamobile</strong>. Aber wo war er nur? Schließlich fuhr er auch an uns vorbei und wir begrüßten ihn freudig. Direkt vor dem Eingang des Petersdoms wartete eine Art Freiluftaltar auf ihn, von dem aus er, gemeinsam mit anderen Kardinälen, die Messe in mehreren Sprachen abhielt. Begonnen wurde auf Englisch, danach Französisch, Deutsch, Portugiesisch, Spanisch und schliesslich Italiensch. Als der Papst in der jeweiligen Sprache den Sprecher kommentierte, spendeten ihm die Zuschauer dieser Länder bzw. Delegationen heftigen Jubel und Applaus. Nach der Osterbotschaft wurde das Vaterunser auf Latein gesungen (Text auf der Rückseite der Eintrittskarte). Nach 2 Stunden unter der bereits sehr heißen Frühlingssonne in Rom,  mochten wir als nächstes nur noch ein kühles Getränk und Schatten aufsuchen und wir fragten uns, wie heiß es hier nur im Sommer sein würde?</p>
<div id="attachment_4164" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a title="Linus und Lukas vor dem Kolloseum in Rom" href="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/uploads/2011/06/kolloseum-rom.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="size-medium wp-image-4164 " style="margin: 5px;" title="Linus und Lukas vor dem Kolloseum in Rom" src="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/uploads/2011/06/kolloseum-rom-300x225.jpg" alt="Linus und Lukas vor dem Kolloseum in Rom" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Linus und Lukas vor dem Kolloseum in Rom</p></div>
<p style="text-align: justify;">Gerne hätten wir den Petersdom direkt im Anschluss an die Messe besucht, aber leider war dieser noch ca. 1 Stunde nach der Messe geschlossen, so lange, bis der Platz komplett geräumt war. Somit machten wir einen kurzen Rundgang im Vatikan und entschieden uns dann aufgrund der verbleibenden Zeit für eine Stadtrundfahrt in einem der offenen Touristenbusse. Direkt am Petersplatz, der <em>Piazza San Pietro</em>, befinden sich Haltestellen der einzelnen Busunternehmen. Hier lohnte der Preisvergleich, denn beim ersten Anbieter wurden 50 Euro pro Person (zwar für 2 Tage) verlangt, während der zweite nur noch 13 Euro pro Person und Kinder gratis verlangte. Der Haken dabei war allerdings, dass es sich &#8220;nur&#8221; um eine Runde handelte, mit der Möglichkeit bei den verschiedenen Sehenswürdigkeiten aus- und wieder einzusteigen, bis man wieder am Einstiegspunkt angelangt war. Leider schafften wir es aufgrund der vielen Menschen nicht in den ersten Bus, aber bereits nach wenigen Minuten kam der nächste. Über die Engelsburg und an weiteren Highlights vorbei, tat sich schließlich vor unseren Augen ein grandioser Anblick auf das Kolloseum auf. Aber leider gab es auch hier wieder eine riesige Warteschlange&#8230; Nach dem Besuch im Kollosseum, es war mittlerweile 15 Uhr, machte sich auch unser Magen immer stärker bemerkbar. Direkt am Eingang der Metro fanden wir eine kleine Trattoria mit herrlichem Ausblick auf das <em>Colloseo</em>. Obwohl es schon Nachmittag war, war die Trattoria noch voll besetzt, da er Italiener normalerweise erst nach 13.00 Uhr zum Mittagessen geht. Entsprechend der phantastischen Lage, waren auch die Preise dementsprechend phantastisch: eine Portion Pommes kosteten 5 Euro!</p>
<div id="attachment_4167" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a title="Das Naturreservat Diaccia Botrona" href="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/uploads/2011/06/diaccia-botrona.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="size-medium wp-image-4167 " style="margin: 5px;" title="Das Naturreservat Diaccia Botrona" src="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/uploads/2011/06/diaccia-botrona-300x200.jpg" alt="Das Naturreservat Diaccia Botrona" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Das Naturreservat Diaccia Botrona</p></div>
<p style="text-align: justify;">Da sich die Müdigkeit nach dem langen Tag doch langsam bemerkbar machte, entschieden wir nach dem Essen, die nächste Metro zum Hauptbahnhof Termini und von dort aus, den nächst möglichen Zug nach Follonica zu nehmen. In weniger als 10 Minuten hatten wir bereits die Stazione Termini erreicht, die auf den ersten Blick doch eher einem Flughafen glich. Wir wussten bereits, dass an den Fahrkartenschaltern meist lange Schlangen gibt und dass es sich daher lohnen würde, die Fahrkarten an den Automaten zu kaufen. In der Menüführung des Automaten bekamen wir mehrere Optionen für Follonica angezeigt, sodass wir und für die schnellste Verbindung mit dem IC entschieden, die zwar um 25 Euro teurer war als die Regionalverbindung, es sich aber für uns in diesem Augenblick lohnte 6,25 EUR/p.P. mehr zu zahlen. Am Bahnhof Grosseto, kurz vor Follonica wurden wir dann noch Zeugen eines aufregenden Polizei-Einsatzes, der zu zahlreichen Festnahmen führte. Etwas verspätet trafen wir gegen 18.30 in Follonica ein, ermüdet und hungrig. Da die Restaurants in Italien meist erst ab 19.30/20.00 öffnen, entschieden wir uns für eine Pizzeria mit dem recht einfallslosen Namen <em>Pizza Taxi</em> (hinter der Chiesa di San Leopoldo), eher eine Mitnahmepizza, aber mit einigen Tischen und köstlicher, neapolitanischer Pizza mit echtem Mozzarellakäse aus dem Steinofen. Die nächsten Tage verbrachten wir überwiegend am Strand und Swimmingpool. Allerdings sollte noch ein Highlight nicht unerwähnt bleiben: unser <strong>Birdwatching</strong> zu Fuss im Naturpark außerhalb von <strong>Castiglione della Pescaia</strong>, <strong><em><a title="Naturreservat Diaccia Botrona Castiglione della Pescaia" href="http://www.castiglionepescaia.it/dbotrona.htm" target="_blank">Diaccia Botrona</a></em></strong>, mit anschließender, offener Bootstour durch das Naturschutzgebiet, während der wir leider von Regen überrascht wurden.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Nach bereits 2 Monaten unser Fazit zur Tagestour nach Rom: diese Stadt an einem Tage zu erkunden ist unmöglich. Für uns war es ein tolles Erlebnis, inklusive der Papstaudienz und wir freuen uns schon jetzt auf den nächsten Besuch.</p>
<p style="text-align: justify;">Oliver Braun, Juni 2011</p>
<p style="text-align: justify;"> </p>
<p style="text-align: justify;">Interessante Links:</p>
<ul>
<li>
<div style="text-align: justify;"><a title="Offizielle Webseite Pilgerzentrum" href="http://www.pilgerzentrum.de" target="_blank">Pilgerzentrum</a></div>
</li>
<li>
<div style="text-align: justify;"><a title="Offizielle Webseite Schiefer Turm von Pisa" href="http://www.torredipisa.it/" target="_blank">Offizielle Webseite Schiefer Turm von Pisa</a></div>
</li>
<li>
<div style="text-align: justify;"><a title="Podere La Collacchia" href="http://www.toskana.net/de/lacollacchia/" target="_blank">Podere La Collacchia</a></div>
</li>
<li>
<div style="text-align: justify;"><a title="Offizielle Webseite Trenitalia" href="http://www.trenitalia.com" target="_blank">Italienische Bahn</a></div>
</li>
<li>
<div style="text-align: justify;"><a title="Hotel Palazzo Cardinale Cesi" href="http://www.palazzocesi.it/" target="_blank">Hotel Palazzo Cardinale Cesi</a></div>
</li>
<li>
<div style="text-align: justify;"><a title="Naturreservat Diaccia Botrona Castiglione della Pescaia" href="http://www.castiglionepescaia.it/dbotrona.htm" target="_blank">Diaccia Botrona</a></div>
</li>
</ul>
</div>
</div>

	<h4>Verwandte Links</h4>
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</ul>

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		<title>GITA FUORI PORTA &#8211; AUSFLUG IN DIE BERGE IN KALABRIEN</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Sep 2009 09:40:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniela Braun</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nachdem wir am Tage zuvor das unerfreuliche Umweltdesaster hatten, entschlossen wir uns dazu, am darauf folgenden Tag einen Ausflug in die kühlen Berge in Kalabrien zu machen. Während ich mich am Morgen noch um Hund und Co. kümmerte, organisierte mein Mann unseren Ausflug. Er wollte in einen Naturpark, wo es möglichst kühl war und wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>Nachdem wir am Tage zuvor das unerfreuliche Umweltdesaster hatten, entschlossen wir uns dazu, am darauf folgenden Tag einen Ausflug in die kühlen Berge in Kalabrien zu machen. Während ich mich am Morgen noch um Hund und Co. kümmerte, organisierte mein Mann unseren Ausflug. Er wollte in einen Naturpark, wo es möglichst kühl war und wir mit unseren Hunden etwas wandern konnten. Wir fuhren von der Schnellstrasse SS106 Jonica bei <strong>Mammola</strong> ab und von dort aus in Richtung <strong>Limina</strong>, wo ein Naturpark sein sollte, inmitten des <strong>Sila-Gebirges</strong>. Ehrlich gesagt wurde es bereits auf der kurvigen Landstraße außerhalb des Hügeldörfchens Mammola mehr als abenteuerlich. <span id="more-1793"></span></div>
<div id="attachment_1798" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/uploads/2009/09/5-ausflug-kalabrien.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="size-medium wp-image-1798" title="Kaputte Landstraße nach Erdrutsch" src="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/uploads/2009/09/5-ausflug-kalabrien-300x199.jpg" alt="Kaputte Landstraße nach Erdrutsch" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Kaputte Landstraße nach Erdrutsch</p></div>
<p>Bereits nach der 2. Kurve verlies uns unser Handynetz, die Straße wurde immer weniger gepflegt, Felsbrocken lagen inmitten auf der Straße, gar ganze Hügelteile schienen vom Regen oder von der Trockenheit abgebrochen, ohne dass sich darum auch nur irgendwer geschert haben muss. Oberhalb der Straße auf den Hügeln, verlassene Landhäuser. Ich fragte mich, ob diese Straße überhaupt befahren sei? Darauf erhielten wir schließlich gleich nach der nächsten Kurve Antwort: ein Traktor war liegengeblieben und der Techniker (mit Geländewagen) war dabei das antike Stück wieder in Gang zu bringen. Weitere Minuten vergingen, immer weiter hinauf, die Temperatur sank lansam weiter, trafen wir, direkt vor einem Restaurant auf eine halb abgebrochene Straße. Das Restaurant hatte daher ein Schild angebracht, dass geöffnet sei.</p>
<div id="attachment_1799" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/uploads/2009/09/6-ausflug-kalabrien.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="size-medium wp-image-1799" title="Verlassener Ort im Sila-Gebirge, Kalabrien Italien" src="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/uploads/2009/09/6-ausflug-kalabrien-300x199.jpg" alt="Verlassener Ort im Sila-Gebirge, Kalabrien Italien" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Verlassener Ort im Sila-Gebirge, Kalabrien Italien</p></div>
<div>Wir fuhren noch einige Minuten weiter und kamen schließlich zum gewünschten Ort. Es handelte sich um ein kleines Dorf, das mittlerweile völlig verlassen war, wo direkt nebenan ein wunderschöner Waldweg begann. Frisches Quellwasser entsprang aus einem Brunnen und oben auf dem Hügel konnten wir eine Familie ausmachen, die dort ein Grillpicknick eingelegt hatte. Der Herr erzählte uns, dass wir etwas weiter fahren sollten, nach <strong>Mongiana</strong>, wo es einen schönen See geben würde und man dort herrlich spazieren gehen könne. Das Dorf sei deshalb ausgestorben, da es wohl völlig in der Hand einer hiesigen &#8216;Ndrangheta-Organisation war und diese ausgehoben wurde bzw. das Dorf komplett beschlagnahmt wurde. Es schien dort sogar einen Metzger (<em>Macelleria</em>) gegeben zu haben. Auch eine Kirche gab es. Die Fenster waren von Außen mit Eisentüren verschlossen, <em>antiproiettile</em> (Schussicher) wie mein Mann meinte. Die Kirche, die darf wohl auch bei solchen Menschen nicht fehlen, die ja wohl ganz besonders den Herren da oben um Vergebung bitten&#8230;</div>
<div id="attachment_1800" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/uploads/2009/09/11-ausflug-kalabrien.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="size-medium wp-image-1800" title="Kühe an der Landstraße, den Verkehr beobachtend" src="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/uploads/2009/09/11-ausflug-kalabrien-300x199.jpg" alt="Kühe an der Landstraße, den Verkehr beobachtend" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Kühe an der Landstraße, den Verkehr beobachtend</p></div>
<div>Nach einigen Fotos ging es auch von hier aus weiter. Bereits nach der nächsten Kurve kam auch die nächste Überraschung: ein braunes sowie ein schwarzes Etwas lagen am Straßenrand. Als wir uns näherten, sahen wir, dass es sich um Kühe handelte, die dort ohne jegliche Bezaunung grasten bzw. am Straßenrand ruhten, sodass man hätte meinen können, sie würden den Verkehr beobachten (siehe Foto). Etwas weiter stießen wir auf Schafe, vom Schäfer keine Spur, allerdings 2 sehr gute Hirtenhunde kümmerten sich um sie. Nach weiteren Kilometern stießen wir auf ein Straßenschild, das zu Seen führen sollte. Nur, als wir dort abbogen, tat sich vor unseren Augen ein ungeteerter Waldweg mit riesigen Löchern auf, der für ein normales Auto nicht geeignet war. Also entschlossen wir uns einen Spaziergang zu machen. Den Schildern nach zu urteilen, die wir auch später noch entlang des Weges sahen, handelt es sich dabei um eine ganz normale Straße.</div>
<div id="attachment_1801" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/uploads/2009/09/14-ausflug-kalabrien.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="size-medium wp-image-1801" title="Ungeteerte Landstraße mit vielen Löchern in Kalabrien, Italien" src="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/uploads/2009/09/14-ausflug-kalabrien-300x199.jpg" alt="Ungeteerte Landstraße mit vielen Löchern in Kalabrien, Italien" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Ungeteerte Landstraße mit vielen Löchern in Kalabrien, Italien</p></div>
<div>Irgendwie wurde ich das Gefühl nicht los, beobachtet zu werden, es war schon mulmig. Also entschieden wir uns zurückzugehen. Tatsächlich, auf unserem Rückweg, kurz vor unserem Ziel raste ein knattriger italienischer Kleinwagen an uns vorbei, der eine weitere kräftige Person (war so etwa wie im Film) abholte, die dort ihren dicken schwarzen Wagen, aus deutschem Fabrikat, stehen lies&#8230; Im nächsten Dorf legten wir eine Mittagspause ein und dann ging es weiter nach Mongiana, berühmt für seinen See, die vielen Pilze und die Restaurants, natürlich mit <em>Specialità di Funghi</em>. Tatsächlich fanden wir einen sehr schön gepflegten Waldweg vor, entlang dessen überall Grillplätze mit Tischen und Bänken zu finden waren. Die Temperatur lag dort bei nur 22 C, gegen knapp 40 C am Morgen, bei uns an der Küste.</div>
<div>
<div id="attachment_1802" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/uploads/2009/09/2-mandelmilch.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="size-medium wp-image-1802" title="Erfrischende süditalienische Spezialität Latte di Mandorla, Mandelmilch" src="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/uploads/2009/09/2-mandelmilch-300x199.jpg" alt="Erfrischende süditalienische Spezialität Latte di Mandorla, Mandelmilch" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Erfrischende süditalienische Spezialität Latte di Mandorla, Mandelmilch</p></div>
<p>Nach unserer Wanderung in diesem schönen bewaldeten Naturpark traten wir den Rückweg gen Küste an. Letzte Etappe war im kleinen Hügeldorf <strong>Martone</strong>, in dessen <strong><em>Piazza</em></strong> eine kleine Bar sein sollte, in der man köstlichste Mandelmilch kosten konnte. Wir parkten vor dem historischen Zentrum und fragen schließlich eine Frau, die ein Haus verlies, wo die Piazza bzw. die Bar sei. Es stellte sich heraus, dass sie die Besitzerin und auf dem Wege dorthin war. Tatsächlich wurden wir belohnt und wir kosteten dort die für mich bisher weltbeste Mandelmilch, gekrönt von einem köstlichen Mandel- und Nußeis.</div>
<div> </div>
<div> </div>
<div>[[Show as slideshow]]</div>
<div> </div>
<p>Buchtipp:<br />
<code><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&#038;bc1=FFFFFF&#038;IS2=1&#038;bg1=FFFFFF&#038;fc1=000000&#038;lc1=0000FF&#038;t=httpwwwtoskan-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;m=amazon&#038;f=ifr&#038;asins=8860736110" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>

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		<title>CALABRIA TERRA LONTANA &#8211; KALABRIEN WEIT AB VON ROM</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Aug 2009 16:57:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniela Braun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisebericht]]></category>
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		<description><![CDATA[Kalabrien, weit entferntes Land... Wie weit Kalabrien von der Toskana entfernt ist, konnten wir bereits auf der Hinfahrt erfahren. Fast tausend Kilometer, ca. 11 Stunden non-stop über Nacht, unterhalb der Woche, um sengende Hitze sowie Verkehr zu vermeiden. Una strada senza fine, das dachte ich mir bereits in der Maremma, südlich von Grosseto, wo die Superstrada (die Schnellstraße), die einzige Verbindungsmöglichkeit gen Süden, nur einspurig ist...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kalabrien</strong>, weit entferntes Land&#8230; Wie weit Kalabrien von der Toskana entfernt ist, konnten wir bereits auf der Hinfahrt erfahren. Fast tausend Kilometer, ca. 11 Stunden non-stop über Nacht, unterhalb der Woche, um sengende Hitze sowie Verkehr zu vermeiden. Abwechselnd fuhren entweder ich oder mein Mann und der andere ruhte sich aus; ansonsten hätte es wohl noch länger gedauert. <strong><em>Una strada senza fine</em></strong>, das dachte ich mir bereits in der <strong>Maremma</strong>, südlich von Grosseto, wo die <strong><em>Superstrada</em></strong> (die Schnellstraße), die einzige Verbindungsmöglichkeit gen Süden, nur einspurig ist, teils 50 km/h und Höchstgeschwindigkeit, wenn überhaupt 90 km/h; über eineinhalb Stunden, um endlich den Beginn der Autobahn vor Civitavecchia zu erreichen. <span id="more-1774"></span></p>
<div id="attachment_1781" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/uploads/2009/08/topolino-fiat.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="size-medium wp-image-1781" title="Foto im Centro Storico Gioiosa Jonica, Kalabrien" src="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/uploads/2009/08/topolino-fiat-300x199.jpg" alt="Foto im Centro Storico Gioiosa Jonica, Kalabrien" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Foto im Centro Storico Gioiosa Jonica, Kalabrien</p></div>
<p>Mein Mann, der ja eigentlich ausgeruht hatte (ich selbst saß wie immer noch bis 20 Uhr vor dem Computer), war schon bei <strong>Capalbio</strong> müde und somit musste wieder Blond, made in Germany, ans Steuer und das bis Rom, wo wir an unserem Standardstop Autogrill Frascati halt machten. Danach weiter, möglichst an <strong>Caserta</strong> und <strong>Neapel</strong> ohne Halt vorbei, bis südlich von Battipaglia, unser Standarstopp &#8220;Campagna&#8221;, um neben Benzin auch frischen <strong><em>Mozzarella di Bufala D.O.P.</em></strong> zu &#8220;tanken&#8221;, etwas Kaffee und weiter gings. Allerdings wurde unsere angenehme Fahrt in der kühlen Nacht vor Lago Negro durch ein Winken von Autobahnarbeitern unterbrochen. &#8211; Ja, wir waren nun südlich von Salerno, der berühmt berüchtigten Autobahn <strong><em>Salerno-Reggio Calabria</em></strong>, wo man ab Salerno auch keine Autobahngebühr mehr zahlt. Grund ist wohl, dass die Autobahn eigentlich schon seit den 60er Jahren fertig sein sollte, aber dies praktisch noch nicht ist. Überall Baustellen, einspurig etc. wo man tagsüber wirklich von einem Stau in den nächsten gelangt. Der Hauptgrund für das Nichtfertigstellen ist wohl, dass südlich von Neapel sehr weit von der Hauptregierung in Rom entfernt ist und somit eine etwas andere Regierung das Sagen hat, die wohl auch bei den Arbeiten kräftig mitverdient. &#8211; Wir mussten also von der Autobahn abfahren, entlang hügeliger, enger Straßen weiter in Richtung Süden. In die Gegenrichtung, also Richtung Norden, waren bereits gegen 3 Uhr heftige Autokolonnen unterwegs (wir fuhren Donnerstag auf Freitagnacht), in der Hoffnung, bereits vor dem kommenden Wochenende, dem Hauptverkehr der Heimpilgerer zu entkommen. Vor 6 Uhr morgens sahen wir schon die ersten, kilometerlangen Staus auf der Gegenfahrbahn, darunter auch sehr viele deutsche Kennzeichen. Alleine bei der Vorstellung noch min. 1500 km in Richtung Deutschland beim Hauptrückreiseverkehr vor sich zu haben, lies mir Schauern über den Rücken laufen. Endlich, gegen 9 Uhr hatten wir unser Ziel <strong>Gioisa Jonica</strong> erreicht. Bereits von Zuhause - dachten wir &#8211; an die tropische Hitze gewöhnt zu sein, aber als wir die Autotür aufmachten, schien sich uns eine wahre Sauna aufzutun. Afrikanische Hitze! Afrika liegt ja tatsächlich im Vergleich zu Rom nur einen &#8220;Katzensprung&#8221; entfernt.</p>
<div id="attachment_1782" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/uploads/2009/08/1-calabria-lontana.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="size-medium wp-image-1782" title="Unser geliebtes Strandbad am Jonischen Meer" src="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/uploads/2009/08/1-calabria-lontana-300x199.jpg" alt="Unser geliebtes Strandbad am Jonischen Meer" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Unser geliebtes Strandbad am Jonischen Meer</p></div>
<p>Wie weit, Rom entfernt liegt, das mussten wir erst vor einigen Tagen erfahren. Wir fuhren am späten Vormittag an den Strand, bei der Hitze nichts sehnlicher wünschend als ein kühles Bad im herrlichen Jonischen Meer. Bereits im Auto erzählte uns meine Schwiegermutter, dass sie in der <strong><em>Piazza</em></strong> erfahren habe, dass wohl ein Öltanker seine Tanks gewaschen und diese im Meer ausgeladen hatte. Gerade am Strand angekommen, erkundigten wir uns bei unserem <strong><em>Lido</em></strong> und diese sagten, dass es wohl weiter in Richtung Locri sei, man dort wohl die Strände geschlossen hätte, hier aber noch nichts angekommen sei bzw. weder die Gemeinde noch die Küstenwache keinerlei Warnung gegeben hätten.</p>
<div id="attachment_1784" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/uploads/2009/08/9-calabria-lontana.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="size-medium wp-image-1784" title="Mein Mann auf dem Tretboot sich den Teerteppischen nähernd" src="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/uploads/2009/08/9-calabria-lontana-300x199.jpg" alt="Mein Mann auf dem Tretboot sich den Teerteppischen nähernd" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Mein Mann auf dem Tretboot sich den Teerteppischen nähernd</p></div>
<p>Wir machten es uns unter unserem Sonnenschirm bequem, auch wenn man nichts sehen konnte hatte keiner von uns den Mut auch nur ins Wasser zu gehen. Gerade, als wir uns schließlich zum Mittagessen ins Strandrestaurant gehen wollten, sah mein Mann schwarze Teppiche auf uns zuschwimmen. Gemeinsam mit dem Chef rissen sie die grünen Abdeckungen beim Restaurant ab, um diese als Auffangnetze zu nutzen, nahmen sich das Tretboot und fuhren mit diesen auf die Teerteppiche zu. In der Zwischenzeit hatten sich die anderen Badegäste mit allem verfügbarem Gerät am Strand bewaffnet, um den Teer aufzufangen. Alles Anrufen bei der Küstenwache half nichts. Unter der Telefonnummer der Gemeinde schaltete sich nur das Fax ein usw.</p>
<div id="attachment_1785" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/uploads/2009/08/11-calabria-lontana.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="size-medium wp-image-1785" title="Badegäste versuchen den Teerteppich einzufangen" src="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/uploads/2009/08/11-calabria-lontana-300x199.jpg" alt="Badegäste versuchen den Teerteppich einzufangen" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Badegäste versuchen den Teerteppich einzufangen</p></div>
<p>Bei den Carabinieri musste ich zwei Mal versuchen, bis ich schließlich jemandem am Apparat hatte, der mir sagte, dass wir die Küstenwache verständigen müssten, die uns nicht antwortete. Man versprach mir, das zu übernehmen. Mittlerweile war es bereits 15 Uhr und es hatte sich noch keiner blicken lassen. Die Badegäste &#8211; anstatt im Stranderestaurant zu essen - damit beschäftigt, den Teer aufzufangen. Eine Freundin lies mir per Telefon die Nummer von <strong><em>Legaambiente</em></strong> zukommen, die mir mitteilten, dass man dabei sei alles zu organisieren, es nicht sofort sein könnte, da wie gesagt, Rom ja weit entfernt sei und die Region Kalabrien nicht über die nötigen Mittel verfüge&#8230;</p>
<div id="attachment_1787" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/uploads/2009/08/13-calabria-lontana.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="size-medium wp-image-1787" title="Badegäste versuchen den Teerteppich einzufangen" src="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/uploads/2009/08/13-calabria-lontana-300x199.jpg" alt="Badegäste versuchen den Teerteppich einzufangen" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Badegäste versuchen den Teerteppich einzufangen</p></div>
<p>Wir hätten ehrlich gesagt gerne mehr getan und gerne gewusst, wohin mit dem Teer bzw. hätte man uns Traktoren oder sonstiges zur Verfügung gestellt, hätten die Badegäste gerne mit angepackt, um ein solches Umweltdesaster weitgehendst zu verhindern. Bis am Abend hatte sich keiner blicken lassen. Der Teer wurde in verfügbaren Schubkarren, Eimern etc. untergebracht. Gestern, dh. 2 Tage später waren Schubkarren und C0. noch nicht abgeholt und ich konnte aus der Zeitung entnehmen, dass ein Politiker über die Küste geflogen sei, um sich ein Bild der Situation zu machen. Seiner Aussage nach sei die Situation unter Kontrolle, das Wasser wieder herrlich und über 500 Helfer am Werke, um die Badesituation im Laufe des Tages wiederherzustellen. Fakt ist allerdings, dass ich entlang der Küste bei uns, keinen dieser 500 Helfer ausmachen konnte. Noch gestern konnten wir nicht baden, da kleine Teerstücke angeschwemmt wurden, die sich an den Steinen festsetzen.</p>
<div id="attachment_1788" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/uploads/2009/08/15-calabria-lontana.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]"><img class="size-medium wp-image-1788" title="Badegäste versuchen den Teerteppich einzufangen" src="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/uploads/2009/08/15-calabria-lontana-300x199.jpg" alt="Badegäste versuchen den Teerteppich einzufangen" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Badegäste versuchen den Teerteppich einzufangen</p></div>
<p>Diesen Politker hätte ich gerne zu einem Bad bei uns im Lido eingeladen. Sollten die Teerstücke nicht entfernt werden, so können wir wohl in diesem Jahr nicht mehr an unserem Lieblingsstrand baden gehen. Als wir die Gemeinde anriefen, wg. des noch am Strand befindlichen Teers, meinte diese, dass man auf die Helfer der Region warten würde?! Keine Ahnung, aber bei uns in der Stadt (OK, wir sprechen von der Toskana) übernimmt so etwas die Gemeinde und würde in einem solchen Falle bestimmt nicht darauf warten, dass die Region einspringt, um sich in der Badesaison die Strände verseuchen zu lassen. Eigentlich könnte es hier so herrlich sein, das Meer, das Essen, die Herzlichkeit der Menschen, aber dieses Nichtstun, das Augenverschließen, die Organisation hier können einem schon wahnsinnig machen. Es ist tatsächlich so, <em>Calabria &#8211; Terra Lontana</em>, man meint fast, man sei in einem anderen Land, nicht in Italien, irgendwo noch weiter südlich in Richtung Afrika&#8230;</p>
<p>Zum mehr Verstehen, sehr interessant zu lesen:<br />
<code><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&#038;bc1=FFFFFF&#038;IS2=1&#038;bg1=FFFFFF&#038;fc1=000000&#038;lc1=0000FF&#038;t=httpwwwtoskan-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;m=amazon&#038;f=ifr&#038;asins=3423345292" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Wer sein Italienisch aufbessern möchte, die italienische Originalfassung (sehr interessant aufgrund des neapolitanischen Dialektes):<br />
</code><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&#038;bc1=FFFFFF&#038;IS2=1&#038;bg1=FFFFFF&#038;fc1=000000&#038;lc1=0000FF&#038;t=httpwwwtoskan-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;m=amazon&#038;f=ifr&#038;asins=8804554509" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>
<p><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif;"><br />
</span></p>

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		<title>Urlaub auf dem Lande südliche Maremma Toskana</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Jul 2009 09:31:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniela Braun</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Reisebericht über einige Tage Urlaub mit dem Hund bei Sorano, neben Pitigliano und Sovana einer der drei Tuffsteinorte im Hinterland der Maremma Toskana. Wunderschöne Ferienwohnungen mit Swimmingpool, Ruhe pur sowie Kultur...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hitze, Hitze und nochmals Hitze sowie viel Arbeit, ob man da noch bis zum August durchhält, das war für mich fraglich. Also kam die Idee auf, für ein paar Tage zu verreisen, nicht weit, aber dafür weit genug weg vom Trubel, den wir hier in Follonica so haben. <strong>Milano</strong>, <strong>Firenze</strong>, <strong>Siena</strong> etc. scheinen wohl alle nach Follonica gezogen zu sein (ist tatsächlich so, viele haben hier Zweitwohnungen bzw. mieten diese für den gesamten Sommer). <span id="more-1065"></span>Dementsprechend ist auch der Verkehr, das Verhalten der Autofahrer und Fussgänger: stressig und eher ungezogen. Das wird jetzt so bis Ende August/Anfang September anhalten, dann kehrt zum Glück wieder Ruhe ein. </p>
<div id="attachment_1079" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a rel="attachment wp-att-1079" href="http://www.toskanaitalien.de/urlaub-auf-dem-lande-sudliche-maremma-toskana/urlaub-maremma-toskana12/"><img class="size-medium wp-image-1079" title="Il Ciliegio - Ferienwohnungen Sorano Maremma Toskana" src="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/uploads/2009/07/urlaub-maremma-toskana12-300x225.jpg"  alt="Il Ciliegio - Ferienwohnungen Sorano Maremma Toskana" width="300" height="225" / rel="lightbox[roadtrip]"></a><p class="wp-caption-text">Il Ciliegio - Ferienwohnungen Sorano Maremma Toskana</p></div>
<p>Tja, was tun, wir wollten einfach nur weg, nicht weit weg und das mit 3 Hunden, davon unsere liebe 14-jährige Seniorin, der man nicht mehr allzu viel zumuten kann, daher kam auch unsere Trauminsel Capraia diesmal nicht infrage. Also sollte es irgendetwas im Landesinneren sein, wo sowohl 2- als auch 4-Beiner genügend Ruhe und &#8220;Auslauf&#8221; finden konnten. Unsere Wahl fiel auf die <a title="Ferienwohnungen Sorano Maremma Toskana" href="http://www.toskana.net/ilciliegio/" target="_blank"><strong>Ferienwohnungen</strong></a> eines meiner Kunden außerhalb von Sorano, im südlichsten Hinterland der <strong>Maremma Toskana</strong>, an <strong>Umbrien</strong> und das <strong>Latium</strong> angrenzend. Neben Ruhe und Entspannung wollten wir diesmal die Tuffsteinorte<strong> Pitigliano</strong>, <strong>Sorano</strong> und <strong>Sovana</strong> richtig erkunden und eventuell auch noch zum nahe gelegenen, bereits im Latium liegenden <strong>Lago di Bolsena</strong> fahren, eventuell nach Umbrien, <strong>Orvieto </strong>und <strong>Città della Pieve</strong>&#8230;. So sah der Plan aus!</p>
<div id="attachment_1082" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a rel="attachment wp-att-1082" href="http://www.toskanaitalien.de/urlaub-auf-dem-lande-sudliche-maremma-toskana/urlaub-maremma-toskana16/"><img class="size-medium wp-image-1082" title="Ferienwohnung Gli Ulivi bei Sorano Maremma Toskana" src="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/uploads/2009/07/urlaub-maremma-toskana16-300x225.jpg"  alt="Ferienwohnung Gli Ulivi bei Sorano Maremma Toskana" width="300" height="225" / rel="lightbox[roadtrip]"></a><p class="wp-caption-text">Ferienwohnung Gli Ulivi bei Sorano Maremma Toskana</p></div>
<p>Mein Mann hatte sich zufälligerweise ein neues Navigerät gekauft, was er natürlich gleich auf der Hinfahrt ausprobieren wollte. Wie gesagt, Männer und Orientierung, das ist so in etwa wie Frauen und Technik und wenn da auch noch ein Navigerät dabei ist, dann wird`s lustig bzw. könnte sehr interessant werden. Zum Glück hatte mein Mann sein altbewährtes blondes &#8220;Navigerät made in Germany&#8221; am Steuer, sodass wir nach ca. eineinhalb Stunden sicher am Zielort ankamen. Wären wir allerdings dem &#8220;neuen&#8221; Navigerät gefolgt, dann weiss ich ehrlich  gesagt nicht, wo wir gelanden wären bzw. wann wir angekommen wären.</p>
<div class="mceTemp">
<div id="attachment_1083" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a rel="attachment wp-att-1083" href="http://www.toskanaitalien.de/urlaub-auf-dem-lande-sudliche-maremma-toskana/urlaub-maremma-toskana22/"><img class="size-medium wp-image-1083" title="Blick vom Swimmingpool in Richtung unserer Ferienwohnung" src="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/uploads/2009/07/urlaub-maremma-toskana22-300x225.jpg"  alt="Blick vom Swimmingpool in Richtung unserer Ferienwohnung" width="300" height="225" / rel="lightbox[roadtrip]"></a><p class="wp-caption-text">Blick vom Swimmingpool in Richtung unserer Ferienwohnung</p></div>
<p>Ähnliches erzählten mir weitere Gäste aus Deutschland, die ganz eigenartige Strecken gefahren waren, bis sie schließlich dorthin gelangten. Insofern ist es empfehlenswert immer eine altbewährte Landkarte mitzuführen, sich die Straßen einigermaßen einzuprägen und einfach als Hilfe das Navigerät mitzuführen, ansonsten irrt man orientierungslos über kurvige Landstraßen. Wir genossen am ersten Tage erst einmal die Ruhe und den Swimmingpool im Garten. Direkt oberhalb des Pools wuchs ein Feigenbaum, an dem wir fleißig die noch reifen Feigen sammelten und verspeissten (mhh, köstlich). Sowohl oberhalb als auch unterhalb des Hauses führte ein Feldweg entlang, die jeweils nach wenigen hundert Metern vor einem Gutshaus endeten.</p>
<div id="attachment_1092" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a rel="attachment wp-att-1092" href="http://www.toskanaitalien.de/urlaub-auf-dem-lande-sudliche-maremma-toskana/urlaub-maremma-toskana58/"><img class="size-medium wp-image-1092" title="Kurvige Straße mit Schafsherde" src="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/uploads/2009/07/urlaub-maremma-toskana58-300x199.jpg"  alt="Kurvige Straße mit Schafsherde" width="300" height="199" / rel="lightbox[roadtrip]"></a><p class="wp-caption-text">Kurvige Straße mit Schafsherde</p></div>
<p>Entlang der Wege und der Olivenhaine gab es zahlreiche Brombeerbüsche (wohl in den nächsten Tagen reif), Kirschbäume (leider schon überreif), Feigenbäume und Wallnussbäume. Am nächsten Morgen machten wir einen Ausflug in das nur 4 km entfernt liegende Sorano, um dort durch die schönen Gassen zu wandern sowie einige Kleinigkeiten wie Brot, Käse, Wurst und Gemüse zu kaufen. Man spürt richtig, dass hier die Uhr noch anders tickt. Die Geschäfte machen zwischen 12.30 und 13 Uhr zu und öffnen erst gegen 17 Uhr wieder. Größere Supermärkte sind wohl auch mittlerweile am Sonntagvormittag geöffnet und am Mittwochnachmittag, das mussten wir schließlich am eigenen Leibe erfahren, sind alle kleinen Lebensmittelgeschäfte geschlossen. Der kleine Bäcker im Ort hat seinen Verkauf direkt in der Backstube, wie man es noch von ganz früher kennt. Der Käse stammt von einer Käserei (<strong>Caseificio di Sorano</strong>), deren Schafe in den umliegenden Feldern weiden. Tatsächlich trafen wir einige Male am Abend den Schäfer (bzw. Schäferin) mit den Schafen mitten auf der Straße, als sie auf dem Nachhauseweg waren.</p>
<div id="attachment_1095" class="wp-caption alignright" style="width: 235px"><a rel="attachment wp-att-1095" href="http://www.toskanaitalien.de/urlaub-auf-dem-lande-sudliche-maremma-toskana/urlaub-maremma-toskana45/"><img class="size-medium wp-image-1095" title="Macelleria Polidori Pitigliano mit Pisellino di Cinghiale" src="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/uploads/2009/07/urlaub-maremma-toskana45-225x300.jpg"  alt="Macelleria Polidori Pitigliano mit Pisellino di Cinghiale" width="225" height="300" / rel="lightbox[roadtrip]"></a><p class="wp-caption-text">Macelleria Polidori Pitigliano mit Pisellino di Cinghiale</p></div>
<p>Am Abend machten wir einen Ausflug in das schöne <strong>Pitigliano</strong> (ca. 10 km entfernt), um dort ein Eis zu essen und durch die golden beleuchteten Gassen zu wandern. Während wir durch die Gassen wanderten, entdeckten wir eine Metzgerei, die überwiegend Wildschweinspezialitäten verkaufte, darunter auch <em><strong>Pisellino di Cinghiale</strong></em>, was wörtlich übersetzt <strong>Wildschweinpenis</strong> bedeutet&#8230;. Mein Mann sagt immer: <em>del maiale non si butta niente</em> dh. vom Schwein wird nichts weggeworfen, aber dass dies im toskanischen Hinterland wohl auch so weit geht, da war ich dann doch etwas entsetzt. Da alle Geschäfte geschlossen waren, konnte ich der Sache auch nicht weiter auf den Grund gehen. Am darauffolgenden Mittwochnachmittag wollten wir in Pitigliano noch einige Spezialitäten kaufen, allerdings mussten wir erfahren, dass die meisten Geschäfte geschlossen waren. Bei einer nahegelegenen Enoteca habe ich mich dann informiert, ob es sich bei dem <em>Pisellino di Cinghiale</em> tatsächlich um das besagte Körperteil des Wildschweines handle. Man klärte mich auf, dass man in Pitigliano das Wildschweinhackfleisch so bezeichne&#8230; Am darauffolgenden Tag ging es wieder in Richtung Heimat. Im Endeffekt haben wir einfach nur die Ruhe und die Natur genossen und tatsächlich nur die drei Tuffsteinorte besucht sowie Wein gekauft. Auf jeden Fall haben wir uns erholt! Das Navigerät übrigens wurde bereits auf dem Heimweg umgetauscht. Nach Aussage meines Mannes scheint dieses bestens zu funktionieren.</div>[[Show as slideshow]]<p><em> Weblinks<br />
</em><a title="Ferienwohnungen Sorano Toskana" href="http://www.toskana.net/ilciliegio/" target="_blank">Il Ciliegio Ferienwohnungen und Ferienhäuser</a></p>
<p>Dieser Artikel nimmt auch an der <a title="Urlaubs Blog Parade Sommer 2009" href="http://blog.brandt-net.de/2009-07/mein-sommerurlaub-2009-die-urlaubs-blog-parade" target="_blank">Blogparade mein Sommerurulaub</a> von <a title="Brandt Aktuell" href="http://blog.brandt-net.de/" target="_blank">Brandt Aktuell</a> teil.</p>

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		<title>Ponte del 25 Aprile</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Apr 2009 13:50:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniela Braun</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Castagneto Carducci]]></category>
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		<category><![CDATA[Via del Carbone]]></category>

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		<description><![CDATA[Der 25. April, ein italienischer Nationalfeiertag, der auf die Befreiung Italiens von den Nazis im Jahr 1945 zurückgeht und von den Italienern gerne für Kurzurlaub genutzt wird. Der Artikel erzählt von einem Ausflug in das Hinterland der südlichen Toskana mit verschlafenen Hügelorten wie Monteverdi Marittimo, Sassetta und Castagneto Carducci.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der<strong> 25. April</strong>, ein italienischer Feiertag, wird von den Italienern gerne genutzt, um einen Kurzurlaub zu unternehmen. Tatsächlich konnte man in den letzten Wochen sehr häufig bei den Angeboten der italienischen Hotels mit dem Titel <em><strong>Offerta Ponte del 25 Aprile</strong></em> lesen. Was sich so schön und entspannend anhört, hat allerdings einen nicht ganz so schönen und entspannenden Hintergrund: Der <strong>25. April 1945</strong> zeichnete das Ende der deutschen Belagerung unter Hitlers Truppen, die seit September 1943 andauerte. Die <em><strong>Resistenza</strong></em>, dh. der Widerstand, die sich aus den unterschiedlichsten politischen Gesinnungen bildete, kämpften gemeinsam mit den Allierten gegen die Belagerung Hitlers. <span id="more-388"></span>Am 19. April, während die Allierten das Po-Tal belagerten, drangen die Partisanen auf Befehl des <em><strong>CLN</strong></em> (<em>Comitato di Liberazione Nazionale</em>, dt. Komitee der Nationalen Befreiung) von den Bergen aus in die Zentren Norditaliens ein. Tag für Tag wurden weitere Gegenden befreit und zum Schluss, am 25. April, Mailand und Turin. Dieser Tag, wurde somit auch das Symbol zur Befreiung der Nazis. Seitdem wird  der 25. April jährlich als <em><strong>Festa della Liberazione</strong></em> gefeiert. <strong>Benito Musolini</strong> wird nur 2 Tage später, am 27. April in <strong>Dongo</strong>, an der Schweizer Grenze, im Beisein seiner Geliebten <strong>Claretta Petacci</strong>, gefasst. Bereits am 28. April wird er in <strong>Giulino di Mezzegra</strong>, am Comer See hingerichtet und sein toter Körper anschließend mit dem Kopf nach unten aufgehängt, direkt neben seiner Geliebten und weiteren seiner Anhänger. Genau dort hatten die Nazis 8 Monate zuvor das gleiche mit 15 getöteten italienischen Partisanen getan. Am 29. April kapitulierten die deutschen Truppen endgültig. Am <strong>2. Juni 1946</strong> entstand, nach einer demokratischen Wahl die Italienische Republik, ebenfalls jährlich durch einen Feiertag am 2. Juni gedacht. Der Tourismus versucht auch während dieses Feiertages die Italiener mit den Angeboten <em><strong>Offerta Ponte 2 Giugno</strong></em> zu locken.</p>
<div id="attachment_421" class="wp-caption alignright" style="width: 209px"><img class="size-medium wp-image-421" title="Spaziergang" src="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/uploads/2009/04/passeggiata-199x300.jpg" alt="Auf dem Weg ins Zentrum von Monteverdi Marittima" width="199" height="300" /><p class="wp-caption-text">Auf dem Weg ins Zentrum von Monteverdi Marittima</p></div>
<p>Wer wie ich in einem Urlaubsort lebt, merkt während dieser Tage, wie es vom einen auf den anderen Tag plötzlich voll wird. Die Wettervorhersage hatte ihr Übriges getan, schönstes Wetter für den Samstag und am Sonntag wechselhaft. Also hatten sich wohl viele Florentiner und Senesen gedacht einen Kurzabstecher ans Meer zu machen. Als ich am Samstag mit dem Rad auf dem Wege zum Konditor war, um unsere Frühstücks-Cornetti zu holen, merkte ich schon, wie voll es war. Bereits an Ostern hatten wir die Kurzinvasion erlebt, wo der Strand genauso voll wie im August war, man von erholsamen Spaziergängen mit Hund am Strand also nur träumen konnte. Die Italiener nutzen diese Zeit gerne, um sich die ersten Sonnenstrahlen beim Picknick oder beim Ballspielen am Strand zu genießen. Alle 10 m, ein kleiner Maradona-Imitator, was nicht so angenehm ist, wenn bei meinen &#8211; wenn auch kleinen &#8211; Hunden beim Anblick des Balles der Jagdtrieb durchgeht. Also hieß es nach dem Frühstück nur ab ins Hinterland, weit weg vom Chaos der Küste. Unser erster Abstecher galt dem kleinen Hügelort <strong>Monteverdi Marittimo</strong>, nicht weit von Suvereto, aber bereits zur Provinz Pisa gehörend, mit traumhaftem Blick auf die herrlich grünen Wiesen und Wälder der Umgebung. Im Ort gibt es neben einer kleinen Bank, einer Post, Metzgerei und kleinem Lebensmittelladen, die ein wenig an vergangene Zeiten erinnern, soweit keine anderen Geschäfte. Der Ort schien tatsächlich wie ausgestorben. Hier und da eine offene Tür, Duft nach Sugo, Katzen, zwei Kinder und eine Signora mit Wäschekorb.</p>
<div id="attachment_423" class="wp-caption alignleft" style="width: 209px"><img class="size-medium wp-image-423" title="Eingang" src="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/uploads/2009/04/portone-199x300.jpg" alt="Antike Eingangstür in Monteverdi Marittima" width="199" height="300" /><p class="wp-caption-text">Antike Eingangstür in Monteverdi Marittima</p></div>
<p>Nachdem wir durch die Gassen gewandert waren uns die Kirche angesehen hatten, machten wir in der örtlichen <em><strong>Bar Sport</strong></em> (so heißen die meisten Bars in den kleinen Orten) Mittagspause. Nach einem kurzen Blick auf deren Wursttheke, entschied ich mich für ein <em><strong>Panino</strong></em> mit dem sehr frischen <strong><em>Prosciutto Toscano</em></strong> (toskanischer Schinken ist sehr salzig im Vergleich zum Prosciutto di Parma) und <strong><em>Pecorino</em></strong>. Die <em>Signora </em>hatte es gut gemeint und wir genossen ein super belegtes, frisches Panino. Wirklich köstlich&#8230; Man erzählte mir, dass dort jährlich im August eine <strong><em>Sagra del Tortello</em></strong> stattfindet. In diesem Jahr wohl am 2./3. August. Danach ging es über die kurvige, sich durch den Wald windende, enge Landstraße weiter, bis nach <strong>Sassetta</strong> (10 km entfernt). Auch hier waren nur einzelne Rad- oder Motorradfahrer (meist deutscher Herkunft) unterwegs. Ruhe und Frieden bei herrlichstem Sonnenschein pur, mit kurzer Espressopause an der Bar, auch hier mit dem Namen <em>Sport</em>&#8230; Das kleine Dorf Sassetta erhebt sich auf einem Felsvorsprung (it. roccia) woher wohl auch der Name rührt, Sassetta wohl als <em>piccola roccia</em>, dh. kleiner Fels. Neben der Bar, gab es auch eine Eisdiele sowie 2 Restaurants mit Terrasse. Am 1. Mai wird dort die so genannte <em>Via del Carbone</em> organisiert, ein Spaziergang in den Wäldern des heutigen Naturparks, auf den Spuren der Köhler. Man sieht dort die einzelnen Phasen vom Transport mit den Eseln, über den Abbau der Kohle. Entlang des Weges kann man <em><strong>Zonzelle Sassetane</strong></em> mit eine Glas Wein kosten. Zum Abschluss entschieden wir uns zu einem Spaziergang mit Eiscéme in unserem Lieblingsort <strong>Castagneto Carducci</strong>&#8230;</p>[[Show as slideshow]]<p> </p>
<p><strong><em><span style="text-decoration: underline;">Verwandte Artikel</span></em></strong></p>
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		<title>Karfreitag all&#8217;americana in der Toskana</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Apr 2009 10:55:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniela Braun</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ausflug nach Pitigliano, Sorano, Sovana, zur Tomba Ildebranda und typisches Mittagessen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_313" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-313" title="Blick auf Pitigliano Maremma Toskana" src="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/uploads/2009/04/pitigliano-toscana-300x199.jpg" alt="Blick auf Pitigliano Maremma Toskana" width="300" height="199" /><p class="wp-caption-text">Blick auf Pitigliano Maremma Toskana</p></div>
<p>Ein guter Freund aus Follonica, der vor einigen Jahren mit seiner amerikanischen Frau zurück in die USA gegangen ist, bat mich seinen besten Freunden, die einen Urlaub in der Toskana machten, gemeinsam mit seinem Vater (der kein Englisch spricht) seine Ursprungswurzeln zu zeigen.<br />
Diese liegen in <strong>Pitigliano</strong>, einem wunderschönen, auf Tuffstein errichtetem Hügelort in der <strong>süd-östlichen Toskana</strong>, nicht weit von Umbrien und dem Latium entfernt. Giorgio, der Vater meines Freundes holte mich also am Morgen ab, damit wir gemeinsam pünktlich zum verabredeten Zeitpunkt in Pitigliano ankamen. <span id="more-293"></span>Bereits wenige Minuten, bevor wir (pünktlich und das in Italien!!!) unser Ziel erreichen sollten, klingelte das Telefon und man sagte mir, dass sie in einem Ort seien (den ich noch nie gehört hatte, aber naja, amerikanische Aussprache eines italienischen Ortes hört sich eben schon komisch an) und so in ca. 15 Minuten bei uns sein müssten. Kein Problem dachte ich&#8230; In der Piazza, wo wir uns in Pitigliano verabredet hatten, gab es keine freien Parkplätze, sodass wir kurzfristig umdisponierten</p>
<div id="attachment_315" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-315" title="Agriturismo Sovanella bei Sorano" src="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/uploads/2009/04/agriturismo-sovanella-300x180.jpg" alt="Agriturismo Sovanella bei Sorano" width="300" height="180" /><p class="wp-caption-text">Agriturismo Sovanella bei Sorano</p></div>
<p>Ich rief Terry an und sagte ihm, dass sie sich bitte in Richtung &#8220;ospedale&#8221; halten sollten und wir ihn dort erwarten würden und fragte so nebenbei, wo sie sich etwa aufhielten. Er antwortete mir daraufhin, dass sie auf der A1 seien (das ist die Verbindung Florenz/Rom und viel weiter im Landesinneren!!) und eben an <strong>Città della Pieve</strong> (Umbrien) vorbei seien!!! Oh mamma mia, was war geschehen??? Man hatte meine GoogleMap-Anweisungen wohl nicht beachtet, da man dachte, dass die GPS -Systeme in Italien genauso genau arbeiten würden wie in den USA. Dies hatte sie anstatt auf die Cassia von Siena in Richtung Pitigliano, auf die A1 in Richtung Rom gelotst&#8230;. OK, <em>Città della Pieve</em> war nun schon vorbei, sodass für diese nun die nächste günstigste und einfachste Möglichkeit war, sie in <strong>Orvieto</strong> abfahren zu lassen und sie dann über <strong>Bolsena</strong> in Richtung <strong>Pitigliano</strong> zu lotsten. Wir haben sie dann auf halber Strecke Pitigliano/Orvieto erwartet. Nach über drei Stunden Fahrt für die 19-köpfige Familie &#8220;Americani&#8221; und mit fast 2 Stunden Verspätung, konnte unser Tag dann schließlich bei schönstem Wetter starten. Es handelte sich hier um keine Großfamilie sondern um ein Familientreffen in der Toskana.</p>
<div id="attachment_316" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-316" title="Portiko bei der Ankunft" src="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/uploads/2009/04/portico-300x199.jpg" alt="Portiko des Agriturismo" width="300" height="199" /><p class="wp-caption-text">Portiko des Agriturismo</p></div>
<p>Auf Grund der fehlenden Zeit musste Giorgio seinen Plan komplett umwerfen; anstatt wie geplant vor dem geplanten Mittagessen <strong>Sovana</strong> und <strong>Sorano</strong> zu besuchen, machten wir einen Kurzabstecher nach Sorano und dann ging es zum Mittagessen in einen kleinen <strong>Agriturismo</strong>, wo Giorgio ein &#8220;leichtes&#8221; toskanisches Mittagessen vorbestellt hatte, da wir mit 21 Personen, davon 11 Kindern so leicht kein geeignetes Restaurant gefunden hätten. Noch dazu war er sehr darauf bedacht, dass die Küche sehr typisch, absolut frisch und aus eigener Herstellung war. Ein freundlich gedeckter Tisch erwartete uns und als <strong>Antipasti</strong> gab es <strong>Crostini Toscani</strong> (dh. die mit Hühnerleber) sowie noch weitere <strong>Zucchini-Crostini</strong>. Danach gab es hausgemachtes <strong>Acquacotta</strong>, eine Brotsuppe mit Gemüse der Saison, hausgemachte <strong>Pici</strong>, dh. runde, etwas dickere Spaghetti mit Tomatensauce (in erster Linie für die Kinder) und natürlich hausgemachte <strong>Tortelli Maremmani con ragù di carne</strong> (Teigtaschen gefüllt mit Ricotta und Spinat mit Hackfleischsauce).</p>
<div id="attachment_314" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><img class="size-medium wp-image-314" title="Agriturismo Sovanella Sorano" src="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/uploads/2009/04/sovanella-225x300.jpg" alt="Die Tafel" width="225" height="300" /><p class="wp-caption-text">Die Tafel</p></div>
<p>Da der Italienier eigentlich fast nicht ohne Hauptspeise (Pasta gilt als Vorspeise) kann, gab es noch Weißbrot mit riesigen Wurstplatten, ausgelegt mit <strong>Finocchiona</strong> (toskanische Salami mit Fenchel), <strong>Capocollo</strong> (eine Art Schinken, dessen Stück aus dem Oberhals des Schweines stammt) und <strong>Prosciutto Toscano</strong> (letzteres etwas salziger als Prosciutto di Parma), 4 Sorten <strong>Pecorino</strong>, vom einfachen, jungen bis über reifen  mit Peperoncino sowie Kräutern und einer reinen <strong>Ricotta di Pecora</strong> (Schafsricotta), alles aus eigener Herstellung und begleitet von reichlich <strong>Vino Rosso della Casa</strong> (aus eigener Herstellung)&#8230;<br />
Zum Dessert Obst der Saison, eine leckere <strong>Ananas-Sahnetorte</strong> und danach noch köstliche <strong>Cantuccini</strong> mit <strong>Vinsanto</strong>. Toll war, dass die Cantuccini auch kinder- bzw. 3. Zähne geeignet waren, dh. es gab einmal etwas härtere und dann weichere (die Härte erzielt man, indem man sie, nachdem man sie in Scheiben geschnitten hat, noch etwas länger im Ofen lässt). Klar gab es dazu den örtlichen Vinsanto (<a title="Rezept Cantuccini und Vinsanto" href="http://www.toskanaitalien.de/i-cantuccini-di-sonia-und-der-wahre-vin-santo/" target="_blank">Infos zu Cantuccini&amp;Vinsanto</a>).</p>
<div id="attachment_319" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-319" title="Tomba Ildebranda bei Sovana" src="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/uploads/2009/04/tomba-ildebranda-300x225.jpg" alt="Tomba Ildebranda bei Sovana" width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Tomba Ildebranda bei Sovana</p></div>
<p>Danach machten wir einen Verdauungsspaziergang zur <strong>Tomba Ildebranda</strong>, in der Nähe von Sovana, der <strong>berühmtesten etruskischen Grabstätte</strong> aus der ersten Hälfte des 3. Jh. v.Chr. Der Name <em>Tomba Ildebranda</em> stammt vom wichtigsten Einwohner von Sovana im Mittelalter, <strong>Papst Gregorio VII</strong> oder auch <strong>Ildebrando da Sovana</strong>.<br />
Es handelt sich hier um die größte etruskische Grabstätte, ein riesiges heiliges, in den Hügel eingemeiseltes Gebäude, das man über eine ebenfalls in den Stein gemeiselte Treppen von rechts und links erreicht. In der Vergangenheit muss es wohl aus 6 Eingangssäulen sowie weitere Verzierungen bestanden haben, die im Laufe der Jahrhunderte zerstört wurden. Um die Größe und Besonderheit zu verstehen, muss man sich vorstellen, über welche Werkzeuge die Etrusker im 3. Jahrhundert v. Chr. verfügten und welche Arbeit es gewesen sein muss, diese Grabstätte aus dem Hügel zu meiseln und dann noch den Schutt wegzuschaffen. Darüber hinaus die Genauigkeit mit der noch heute sichtbare Verzierungen in den Stein gemeiselt wurden. Unglaublich! Giorgio erzählte uns, dass das Grab erst in den späten 50er Jahren entdeckt wurde und darin unvorstellbare Grabschätze aus Kupfer und Gold enthalten waren. Die ganze Gegend ist mit wichtigen Gräbern übersäht und der Ein oder Andere hat sich wohl dort zu dieser Zeit noch ungeheuer bereichern können&#8230; Es gab damals noch keine elektrischen Geräte und die Grabräuber gingen mit Stöcken durch die Gegend und könnten durch deren Aufstampfen erkennen, ob sich unter dem Boden eine Grabkammer befand.</p>
<div id="attachment_320" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-320" title="Zeichnung Tomba Ildebranda" src="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/uploads/2009/04/ildebranda-300x199.jpg" alt="Zeichnung der ursprünglichen Grabstätte" width="300" height="199" /><p class="wp-caption-text">Zeichnung der ursprünglichen Grabstätte</p></div>
<p>Als wir schließlich zum Parkplatz zurück kamen, war es schon recht spät und unser geplanter Besuch von Sovana klappte leider nicht mehr. Wir entschlossen uns also einfach nur zu Giorgios Weinkeller zu fahren, der außerhalb von Pitigliano liegt und ebenfalls in den Tuffsteinberg gemeiselt wurde. Als wir dort ankamen, konnten wir an einem sehr lustigen Schauspiel teilhaben: ein Schäfer &#8220;lenkte&#8221; seine Schafe mit dem Moped die Wiese hinunter. Einen Hund konnten wir nicht ausmachen&#8230;. Schließlich ging es in Giorgios Tuffsteinweinkeller. Dort konnten wir dann direkt von den Fässern seine Weine verkosten. Hier muss ich nicht sagen, dass wir dort hängen geblieben sind und der anschließende Besuch in Pitigliano nichts mehr wurde, da unsere Freunde nach Siena zurückkehren mussten&#8230; Schade. Es war ein wunderschöner Tag mit vielen netten Leuten, auch wenn etwas anstrengend, da wohl endlich jemand da war, der alle Fragen auf Englisch beantworten konnte&#8230;</p>
<p>Das Hinterland der Maremma ist wunderschön, traumhafte kleine Hügelorte, eine traumhafte Landschaft und eine super Küche. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Gegend weniger bekannt ist und man daher auch im Vergleich zur übrigen Toskana sehr günstige Unterkünfte findet.</p>
<div><em>Links</em></div>
<div><a title="Informationen zum Hinterland der Maremma Toskana" href="http://www.toskana.net/guida/toskana/grosseto3.htm" target="_blank">Mehr Infos zur Gegend</a></div>
<div><a title="Ferienwohnungen auf dem Lande bei Sorano" href="http://www.toskana.net/ilciliegio/" target="_blank">Günstige Unterkunft außerhalb von Sorano</a></div>

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		<title>Capraia</title>
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		<pubDate>Tue, 20 May 2008 12:00:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniela Braun</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ausspannen, nichts als Ausspannen und weg vom Chaos, unter der heißen Sonne und dann am Meer (als ob ich nicht da schon wohnen würde&#8230;), über ein Wochenende, also daher nicht zu weit von zu Hause weg. In Frage kam daher also nur eine der toskanischen Inseln. Wir hatten die Wahl zwischen Giglio, Elba und Capraia. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ausspannen, nichts als Ausspannen und weg vom Chaos, unter der heißen Sonne und dann am Meer (als ob ich nicht da schon wohnen würde&#8230;), über ein Wochenende, also daher nicht zu weit von zu Hause weg. In Frage kam daher also nur eine der toskanischen Inseln. Wir hatten die Wahl zwischen Giglio, Elba und Capraia. Da wir sowohl Giglio als auch Elba schon kannten, fiel die Wahl auf Capraia.<br />
Die Insel Capraia ist vulkanischen Ursprungs und befindet sich etwa 44 Meilen vor Livorno, ganz nah an den Inseln Korsika und Sardinien (tatsächlich hatten wir teilweise franz. Roaming).<span id="more-16"></span></p>[[Show as slideshow]]<p> </p>
<p>
<a href="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/gallery/insel-capraia/livorno-01.jpg" title="Livorno, Blick von der Piazza Mascagni auf das tobende Meer." rel="lightbox[singlepic30]" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-right" src="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/plugins/nextgen-gallery/nggshow.php?pid=30&amp;width=320&amp;height=240&amp;mode=" alt="livorno-01.jpg" title="livorno-01.jpg" />
</a>
Capraia hat eine Fläche von nur 20 qkm und ist somit die drittgrößte Insel (nach Elba und Giglio) des toskanischen Archipels. Sie misst an ihrem höchsten Punkt 447 m. Der Name Capraia stammt von den Wildziegen (it. capra), die einst auf der Insel lebten. Der einzige bewohnte Teil der Insel, der Ort des ehemaligen Gefängnisses, hat heute etwa hundert Einwohner. Auch im Sommer gibt es hier keine Invasion von Touristen, da die Unterkünfte auf der Insel begrenzt sind. Außerdem sind Autos verboten. Der gesamte Felsen, ausgenommen das bewohnte Gebiet, ist Teil des Naturparks Parco Nazionale dell&#8217;Arcipelago Toscano. Einziger Sandstrand der Insel ist die kleine Bucht Cala della Mortula. Die anderen Buchten sind Felsenbuchten, deren kristallklares Wasser ideal für unvergeßliche Tauchgänge ist (hier bitte Vorsicht, da der größte Teil der Insel Naturpark ist und man sich ihr mit dem Boot nicht immer nähern kann).</p>
<p>
<a href="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/gallery/insel-capraia/insel-gorgona-01.jpg" title="Insel Gorgona, Boot der Polizia Penitenziaria (it. Polizeiorganisation, die für die Sicherheit der Justizvollzugsanstalten und deren Insassen verantwortlich ist)" rel="lightbox[singlepic29]" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/plugins/nextgen-gallery/nggshow.php?pid=29&amp;width=320&amp;height=240&amp;mode=" alt="insel-gorgona-01.jpg" title="insel-gorgona-01.jpg" />
</a>
Am Freitagmorgen sollte es losgehen. Allerdings, nachdem wir unseren Wagen ordentlich und glücklich direkt im Hafenparkplatz geparkt hatten, wurde uns mitgeteilt, dass an diesem Tage keine Fähren rausfahren konnten, da aufgrund der herrschenden See keine Fähren dort anlegen konnten. Capraia hat wohl eine besondere Strömung und auch Hafeneinfahrt, sodass bei etwas Seegang die Insel nicht angefahren wird. Man sollte sich daher gut die Wettervorhersage ansehen, da man sonst entweder riskiert an Land bzw. auf der Insel zu bleiben.<br />
Also haben wir diesen Tag genutzt, um uns Livorno etwas besser anzusehen und in einem Hotel übernachtet, in der Hoffnung, dass die See am nächsten Morgen besser ist. Das war sie auch tatsächlich, sodass wir gegen 9.00 Uhr von Livorno ablegten. Es war eine herrliche Fahrt, mit einem Versorgungshalt vor der Gefängnisinsel Gorgona, wo uns das Boot der <em>Polizia Penitenziaria</em> empfing, auf dem die sich die Häftlinge samt Polizisten befanden, um neuen Proviant in Empfang zu nehmen. Es scheint eine wunderschöne Insel zu sein. Manch einer hätte wohl gerne seine Frau dort abgeladen bzw. scherzte, &#8220;hoffentlich komme ich auch dorthin, sollte ich eines Tages meine Frau umbringen&#8230;&#8221;</p>
<p>
<a href="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/gallery/capraia/insel-capraia-05.jpg" title="Blick vom Dorf auf das Meer" rel="lightbox[singlepic6]" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-right" src="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/plugins/nextgen-gallery/nggshow.php?pid=6&amp;width=320&amp;height=240&amp;mode=" alt="insel-capraia-05.jpg" title="insel-capraia-05.jpg" />
</a>
Danach gings weiter nach Capraia. Die gesamte Fahrt dauerte durch diesen Stopp (findet wohl nur 1x Woche statt) 3 Stunden, anstatt der normalen 1,5 Stunden. Sollte jemand einen Tagesausflug nach Capraia machen, um dies zu vermeiden, lohnt sich die schnellere Fähre, die nur unwesentlich mehr kostet (wußten wir leider nicht).  <br />
Auf Capraia, im Hafenort (Capraia Porto), soweit man diese wenigen Gebäude als Ort bezeichnen kann, suchten wir unseren Immobilienmakler, über den wir eine kleine Wohnung mit Vorgarten gebucht hatten, für unseren Hund. Auf Capraia sind Autos normalerweise verboten, sodass jene, die Angst um ihr Auto in Livorno haben dieses mitbringen können, allerdings auf dem Hafenparkplatz zurücklassen müssen. Es gibt eine Busverbindung ins 700 m entfernt liegende Capraia Paese, was praktisch auf einem Hügel liegt, mit süßen kleinen, bunten Häuschen und herrlichen Gassen. Es mag wohl lächerlich klingen, dass es überhaupt einen Busservice gibt, bzw. Menschen diesen überhaupt nutzen, aber wenn die Sonne auf den Kopf brennt, dann können 700 m Hügelstraße enorm lang werden (Tipp: immer Wasser und Kopfbedeckung dabei haben).</p>
<p>
<a href="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/gallery/insel-capraia/insel-capraia-01.jpg" title="Bus, der Capraia Porto mit dem Hügelort verbindet" rel="lightbox[singlepic31]" >
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</a>
Beim &#8220;Einchecken&#8221; buchten wir auch gleich einen Bootsausflug für den nächsten Morgen mit einem ausgebildeten Führer, um mehr über die Insel, deren geologische Beschaffenheit sowie Geschichte zu erfahren. Danach ging es in unsere kleine Wohnung, sehr einfach, sollte ja auch wirklich nur zum Schlafen dienen, um dort unsere Sachen abzustellen und danach gleich auf Entdeckungstour zu gehen. Diese führte uns also zu Fuss, unter der heißen Sonne in das 700 m entfernt Dorf. Gleich am &#8220;Ortseingang&#8221; (soweit man dies als solches bezeichnen kann) befindet sich ein kleines Fischerrestaurant, dessen Kennzeichen die Bootsterrasse ist. Wir hatten gehört, dass man hier einzigartigen und sehr frischen Fisch essen sollte. Also buchten wir auch gleich hier einen Tisch für den Abend. Wir wollten uns erkundigen, was für diesen Abend auf dem Menü stand, allerdings konnte uns der Chef noch keine Auskunft darüber geben, da das Fischerboot noch nicht angekommen war&#8230;</p>
<p>
<a href="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/gallery/capraia/insel-capraia-13.jpg" title="Blick auf den einzigen Sandstrand der Insel mit der Möglichkeit Sonnenschirme zu mieten." rel="lightbox[singlepic26]" >
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</a>
Danach gings weiter zu Fuss in ehemalige Gefängnisgebäude und auf der Suche nach einem geeigneten Strand. Da es auf Capraia wirklich nur wenige und dazu noch ganz kleine Geschäfte gibt, die natürlich über Mittag Siesta halten, entschieden wir uns für den einzigen Strand mit der Möglichkeit Sonnenschirm und Liegestühle zu mieten, Duschen, Toiletten zu benutzen sowie der Möglichkeit einer Bar. Traumhaftes Wasser, dessen Farbe an die der Südsee erinnerte erwartete uns hier. Nun konnte einem entspannenden Nachmittag nichts mehr im Wege stehen. Darüber hinaus, gab es keine Probleme mit unserer halben Portion Hund, die hier auf jeden Fall willkommen war. Klasse!<br />
Gegen Abend ging es wieder zurück zum Duschen in unsere Wohnung und danach zum Restaurant, diesmal mit dem Bus. Wir wählten <em>Antipasti misti della casa</em> und danach noch jeder einen <em>Primo</em> (dh. Pasta oder Reis).</p>
<p>
<a href="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/gallery/capraia/insel-capraia-15.jpg" title="Unser bevorzugtes Restaurant Capraia DOC und die Bootsterrasse." rel="lightbox[singlepic24]" >
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</a>
Mein Mann einen Couscous nach Art des Hauses, mit allerlei Fischchen, frischen Tomaten und Wildkräutern und auch ich hatte Penne mit Fischen, an deren Namen ich mich weder erinnere, noch ich diese jemals gehört hätte und geschweige denn diese auf Deutsch übersetzen könnte. Es war aber ein absolutes geschmackliches Erlebnis, sodass wir auch den nächsten Abend wieder dort reservierten, diesmal, ganz romantisch, auf der Bootsterrasse im Freien.<br />
Am nächsten Morgen waren wir natürlich etwas K.O. von Wein und Essen, aber wir freuten uns wahnsinnig auf die Bootstour. Nicht vergessen werden sollte auf jeden Fall eine Kopfbedeckung sowie genügend Sonnencréme. Bei unserem Führere handelte es sich um einen, von der Region zugelassenen Führer, der uns ausführliche Informationen über die geologischen Zusammensetzung der Gesteine, die Evolutionsgeschichte der Insel sowie deren Tiere gab. Wir sahen die Nistplätze der unterschiedlichsten Wasservögel wie Kormorane, verschiedene Möwenarten etc. gab. Zwischendurch legte er in schönen Buchten an, damit wir uns im traumhaften Wasser abkühlen konnten.</p>
<p>
<a href="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/gallery/insel-capraia/inselrundfahrt-capraia-01.jpg" title="" rel="lightbox[singlepic32]" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-right" src="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/plugins/nextgen-gallery/nggshow.php?pid=32&amp;width=320&amp;height=240&amp;mode=" alt="inselrundfahrt-capraia-01.jpg" title="inselrundfahrt-capraia-01.jpg" />
</a>
Gegen Mittag ging es wieder zurück und wir entschieden uns, zu Fuss einige weitere Badebuchten zu entdecken. Man hätte als Alternative Wanderungen in den Naturpark unternehmen können, allerdings war es so heiß, dass wir bevorzugen uns lieber im kühlen Nass abzukühlen. Das Wasser war so traumhaft, sodass unsere schlaue Pudeldame, die normalerweise eher nur mit den Füßen zum Abkühlen baden geht, tatsächlich vom Felsen in das Wasser sprang. Fand wohl auch sie genial. Capraia ist wirklich Ausspannen und Natur pur, wer hier nach &#8220;Party&#8221; sucht, der ist am falschen Platz. Die Menschen sind sehr freundlich und aufgeschlossen. Eine Reisepartnerin, die wir bereits in unserem Hotel in Livorno kennenlernten (wir waren nicht die einzigen, die dort im nächsten Hotel am Hafen übernachteten) erklärte uns bereits auf der Fähre, &#8220;Capraia o si ama o si odia, non c`è niente di mezzo.&#8221;, auf Deutsch übersetzt, Capraia, entweder man liebt es oder man hasst es, dazwischen gibt es nichts.</p>
<p>
<a href="http://www.toskanaitalien.de/wp-content/gallery/insel-capraia/baden-01.jpg" title="" rel="lightbox[singlepic33]" >
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</a>
Eigentlich sollte dies unser letzter Abend sein, aber da wir, auf Grund des verlorenen Freitags, gerne noch einen Tag länger auf der Insel verbringen wollten, verlängerten wir bis zum Montag.<br />
Es ging also wieder in unser neues Lieblingsrestaurant, wo wir wieder eine einmalige, sehr spezielle Küche und natürlich köstlichen <em>vino bianco</em> genießen konnten. Das Problem war allerdings die Bezahlung, da auf der Insel der einzige Geldautomat defekt war und auch das Restaurant damals keine Möglichkeit hatte mit Kreditkarte zu zahlen. Also kratzten wir unsere letzten Euros zusammen und schafften es gerade noch mit ein paar Euros in der Tasche für den nächsten Tag.<br />
Am 3. und letzten Tag hiess es also, mit dem bisschen Bargeld, müssen wir jetzt aufpassen, sodass wir uns wieder aufmachten, um Naturstrände zu entdecken und dort zu baden, anstatt sich mit dem Bootstaxi in eine Badebucht auf der anderne Seite der Insel bringen zu lassen. Daher bitte solche Vorkommnisse unbedingt einplanen, da man dort wirklich in einer anderen Welt ist und der Geldautomat wohl wieder irgendwann innerhalb der nächsten Tage funktionieren sollte&#8230;.</p>
<p>Am Abend ging es dann wieder mit viel Wehmut zurück zum Festland. Wir hatten gehört, dass alljährlich am 1. November auf Capraia das Fest &#8220;Sagra del Totano&#8221; stattfindet und hegen bis heute den Wunsch, falls nichts dazwischenkommt, über einen 1. November bei gutem Wetter Capraia wieder einen Besuch abzustatten&#8230;</p>

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