LAST MINUTEANGEGBOTE AUGUST TOSKANA

//LAST MINUTEANGEGBOTE AUGUST TOSKANA

LAST MINUTEANGEGBOTE AUGUST TOSKANA

Nach den eingehenden Warnungen vonseiten der Polizei sowie Autobahngesellschaften hier in Italien, ist das verkehrsreichste Wochenende des Jahres relativ glimpflich verlaufen. Krise und partenze intelligenti (dt. das intelligente Abreisen) sind wohl der Hauptgrund für das ausbleibende Chaos. Zwar konzentriert sich der Urlaub der Italiener auch weiterhin in erster Linie auf die ersten 2-3 Augustwochen, allerdings scheint auch der Italiener aus Spargründen auf Familienurlaub im Juni/Juli umzusatteln – man bedenke, dass die it. Schulferien von Anfang Juni bis Anfang September sind – , sodass man in diesem Jahr mit ein wenig Glück auch am Meer noch etwas finden (Absagen etc.) kann. Im Hinterland sieht die Lage noch ein wenig besser aus. Wenn man sich überlegt, dass es die meisten Urlauber an die Küste zieht und man dort im August einfach nur enorme Menschenaufläufe, volle Strände, gar ein wenig Großstadthektik vorfindet, so sollten Urlauber, auf der Suche nach Ruhe und Entspannung, eigentlich eher das Hinterland vorziehen. Jene Hektik, die, wie ich finde, ein wenig das südländische Flair vertreibt. Bereits am gestrigen Morgen war es eine Tortur auch nur mit dem Rad kurz frisches Brot bzw. eine Kleinigkeit im Supermarkt um die Ecke zu holen.

Insbesondere im Supermarkt sah man, dass hier die toskanische Familie aus dem Hinterland (meist Florenz-Siena) hier ihre Zweitwohnung besitzt oder mietet, sodass nun am Wochenende die gesamte Familie inklusive Oma, Opa, Onkel und Tante mit Kindern etc. vorbeischaut. Parkplätze sind Mangelware. Omi hat dann die Aufgabe sich um das Mittagessen zu kümmern bzw. den Proviant für den Strand. Im Supermarkt artete es so aus, dass vor der Frischetheke, die neben Wurst, Käse, in Öl eingelegtes etc. auch Brot- und Konditoreiwaren führt, die normalen 200 g prosciutto crudo o cotto wurden dann zu 200 g mortadella, 250 g prosciutto, ma di quello morbido in offerta e poi altri 250 g di prosciutto cotto sempre dell`offerta e poi un po‘ di finocchiona, 1 kg di pane, panini, schiaccia, das ganze gekrönt von qualche pasticcino di questo e di quello.

Zum Verrücktwerden wenn man morgnes, um kurz nach 8 Uhr, von dieser Sorte auch noch 10 Personen vor sich hat. Nach der Frischetheke schlängeln sich dann diese Personen durch den Supermarkt, um den Rest einzukaufen. Also hieß es nun für mich möglichst schnell vor diesen mit ihren vollen Wagen und mit viel, viel Zeit zur Kasse zu kommen. Auf meinem Wege wurde dieser von einem älteren Ehepaar mit vollem Korb blockiert, die sich nicht für die Sorte Pasta entscheiden konnten. Ich bat sie freundlichst mir etwas Platz zu machen, da ich es eilig hatte, wobei man mir diesen nicht machte sondern meinte anche noi abbiamo fretta. Naja, ohne ein Wort zu erwidern setzte ich meinen Weg zur Kasse, über den Korb hinweg, fort. Grrr che scortesia e maleducazione!

Dann, mit dem Fahrrad erneut auf der Straße trifft man auf alte Rostbeulen, auf denen nun einmal leider Menschen sitzen, die nicht unbedingt Fahrrad fahren können, dieses auch noch bepackt haben und in die Einbahnstraße fahren… Ist ja toll, dass man versucht auf das Auto zu verzichten, aber bitte mit Regeln, denn so führt es nur zu Unfällen (hatte im letzten Jahr 2 wegen eben solcher Leute, mit rückbleibenden Narben). So sieht es hier aus. Da kann man nur aufpassen und versuchen einfach nur ruhig zu bleiben. So, diesem wollten wir eben gestern entfliehen, indem wir Freunde trafen, die im toskanischen Hinterland ihren Urlaub verbrachten. Wir haben dort letztes Jahr während der Hochsaison einige Tage verbracht und wussten somit, was uns erwartete (siehe Artikel).

Einen Tag im etwas kühleren Hinterland, in herrlicher Ruhe in der Natur, am Pool, Grillen, ohne jegliche Parkplatzprobleme. Einfach traumhaft! Wir befanden uns 2 Stunden süd-östlich von Follonica, in den Hügeln außerhalb des malerischen Ortes Sorano, ca. 10 km von Pitigliano entfernt, ganz nah an der Grenze zu Umbrien und zum Latium. Am Abend, auf dem Rückweg genossen wir noch die traumhafte Beleuchtung sowie ein geniales Eis in Pitigliano (an der rechten Ecke der Via Roma, nach der Piazza, an welche der Palazzo Orsini angrenzt). Hier gab es zwar Touristen, aber eher wohl erzogene Ausländer aus nördlichen Ländern sowie die Einheimischen, ohne jegliche Hektik, mit guten Manieren konnte man hier, im Hinterland auch bei angenehmer Temperatur ein mediterranes Ambiente erleben.

Wer sich wirklich im August in Ruhe erholen möchte, dem empfehle ich das Hinterland, wo man auch meist noch sehr schöne Unterkünfte zu sehr günstigen Last-Minute-Preisen finden kann. Hier kann man eventuell einen Tag unterhalb der Woche, wenn die Wochenend-Sonnenanbeter im Büro sind, an das Meer fahren. Von fast überall in der Toskana sind es ca. 1 Std. Autofahrt (Staus nicht inbegriffen) bis ans Meer. Wer für seinen entspannenden Urlaub am Meer nicht auf Juni oder September ausweichen kann, der sollte gewarnt sein. In den schönen, sonst eher ruhigen Küstenorten schieben sich während dieser 3 Wochen am Abend regelrecht Menschenmengen durch die Fußgängerzonen und nicht besser wird es dann am Strand. Ausnahme sind wohl einige Buchten, die nur mit dem Boot oder per privaten Zugang erreicht werden können, aber selbst hier, tauchen von allen Seiten Boote auf, sodass selbst eine einsame Bucht gar nicht mehr sooo einsam ist.

Sie finden noch einige Last-Minute-Angebote für die Toskana auf dem Toskana.net-Portal.

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Ich lebe seit fast 20 Jahren in der Toskana, die ich aufgrund meiner Arbeit wie meine Westentasche kenne. Entdecken Sie gemeinsam mit mir die Schönheiten, exzellente #Wein, köstliches #Essen & #Rezepte aus der #Toskana und #Italien, die wichtigsten #Events für Ihren #Urlaub in der #Toskana

Ein Kommentar

  1. […] http://www.toskanaitalien.de/last-minuteangegbote-august-toskana/ Obwohl der August der Haupturlaubsmonat für die Italiener ist gibt es sowohl am Meer als auch im Hinterland der Toskana noch einige freie Schnäppchen. Man sollte hier flexibel sein und wissen, dass am Meer sehr viel lost ist, … […]

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