OSTERTRADITIONEN IN DER TOSKANA UND IN ITALIEN

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OSTERTRADITIONEN IN DER TOSKANA UND IN ITALIEN

Heute, als ich in der Mittagspause Nachhause ging, stieg mir von der nahegelegenen Konditorei, der Pasticceria, ein angenehmer Duft von Anis und süßem Brot in die Nase. Dabei konnte es sich nur um die Schiacciata di Pasqua handeln. Komisch, dass ich diesen Duft in all den Jahren niemals so bemerkt hatte. In diesem Moment wurde mir bewusst, wie sehr ich doch die süditalienischen Traditionen, insbesondere die napolitanischen kenne! Nach fast 15 Jahren Toskana, habe ich erst in diesem Jahr, durch Zufall erfahren, dass das typische toskanische Osterbrot par excellance die Schiacciata di Pasqua ist und nicht die Colomba! Letzte Woche Donnerstag hatte ich einen Blog über die Schiacciata di Pasqua und deren Zubereitung geschrieben, ohne über jegliches Fotomaterial zu verfügen und, die man auch nicht einfach mal so zubereiten konnte, da die Zubereitung über zwei Tage geht.

Also musste eine Schiacciata her. Bereits am Abend im Supermarkt stiess mein Auge auf etwas brotartiges, ganz in der Nähe der Frischetheke und es war tatsächlich, die Schiacciata di Pasqua (Aussprache: „Skiatschata di Paskqua“). Die Bedienung erklärte mir, dass sie vom Vortag sei, sodass sie für mich außer Frage war. Am nächsten Morgen, in der Bäckerei fragte ich so ganz nebenbei, ob es auch zufällig eine Schiacciata di Pasqua gäbe. >>Ma certo, eccola, proprio davanti a te!!>> war die Antwort. Direkt vor meinen Augen tat sich ein pandoro-förmiges Etwas auf. Nie wäre ich auf die Idee gekommen, dass es sich um etwas anderes als um eine Art Colomba handeln würde.  <<Incredibile>> sagte ich, <<Come incredible?>>, war die Antwort. <<Manuela, l’ho saputo soltanto in settimana che esistesse!>> Manuela’s Antwort war: <<Ma dopo tutti questi anni che ci sei, non ne hai mai sentito niente?>> Nein hatte ich nicht, denn <<essendo sposata con un meridionale, conosco – oltre alla colomba – sinceramente solamente la „pastiera“, „o casutiello“ e consorte…>> Stolz kehrte ich mit meiner „Beute“ nach Hause, die dann gleich das fotografische Objekt der Begierde wurde und anschließend zum Teil, zum Frühstück verspeist wurde. Geschmacklich war es ein wahres Erlebnis! Ein angenehm weiches Brot, das nur so auf der Zunge zergeht, mit einem angenehmen Butter-Anis-Aroma. Nun da ich die Schiacciata kenne, fällt sie mir überall auf, vom Bäcker über den Supermarkt bis hin beim Konditor, überall kann man zurzeit die Schiacciata bekommen. Allerdings gibt es da wohl qualitative Unterschiede. Wir hatten Glück, denn unsere war tatsächlich genial. Ob die aus dem Supermarkt auch so köstlich sind, das bleibt fraglich…

Wo wir wieder einmal beim Thema wären, was essen die Toskaner als typisches Ostermenü? Darüber und mehr, in meinem nächsten Blog.

Interessante Links zum Thema Ostern in der Toskana:

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Ich lebe seit fast 20 Jahren in der Toskana, die ich aufgrund meiner Arbeit wie meine Westentasche kenne. Entdecken Sie gemeinsam mit mir die Schönheiten, exzellente #Wein, köstliches #Essen & #Rezepte aus der #Toskana und #Italien, die wichtigsten #Events für Ihren #Urlaub in der #Toskana

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