Pitti Taste – Der italienische Geschmack

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Pitti Taste – Der italienische Geschmack

Am Montag ging in Florenz die alljährlich stattfindende Food & Lifestyle Messe Pitti Taste zu Ende, die ab Samstag, 12. März stattfand. Schauplatz ist das ehemaligen Bahnhofsgebäude die historische Stazione Leopolda, das seit einigen Jahren für zahlreiche Events darunter auch die Pitti-Mode & Lifestyle-Events genutzt wird.

Der 3 Tage andauernde Events hat sich in den vergangenen 11 Jahren zu einem wahren Anziehungspunkt für Fachbesucher aus Italien sowie der gesamten Welt und Liebhabern von gutem Essen entwickelt. Hier hat man die Möglichkeit Produkte von kleinen Herstellern des noch existierenden Made in Italy, direkt bei deren Herstellern zu verkosten, sich persönlich mit diesen zu unterhalten sowie Kontakt für Bestellungen aufzunehmen.

Für den Besucher ist diese Messe ein wahres Geschmackserlebnis. Von Norden nach Süden, entlang des italienischen Stiefels und der davorliegenden Inseln findet man alle Spezialitäten vor: von kleinen Pastaherstellern mit den Pizzoccheri aus Südtirol zu den Cavatelli in Apulien, vom südtiroler Speck über rohen Schinken, Wurst wie `Nduja aus Kalabrien, Bergkäse aus Norditalien und Schafskäse aus Mittel- und Süditalien, Patissiers und Chocolatiers aus dem Piemont, Umbrien, der Toskana…, Wein, Olivenöl, Dessertweine, Limoncello, Marmeladen, in Öl eingelgegtes und vieles mehr.

Wie auch die Pitti-Modeevents gibt Pitti Taste die Trends an. So waren bereits schon im letzten Jahr einige kleine, italienische Brauereien anwesend, deren Anzahl in diesem Jahr noch größer war und ich das Gefühl nicht los wurde, als wolle das Bier den Wein ablösen! In Italien ist insbesondere bei jungen Menschen der Bierkonsum stark gestiegen und man liegt absolut im Trend wenn man Bier anstatt Wein zum Essen serviert, elegant, in großen Kelchen und bitte nicht aus dem Supermarkt. Interessant war es auch, die Olivenöle aus den verschiedenen Regionen zu verkosten, wo nicht nur Klima und Terroir sondern auch Olivensorten je nach Gegend varieren und somit auch zu völlig unterschiedlichen Ölen führen. Auch war ein merkbarer Anstieg von Schokoladencréme-Herstellern zu verzeichnen, von denen die meisten die anstatt des handelsüblichen Palmöls gesünderes Olivenöl verwendeten.

Meine ganz besonderen Highlights der Messe waren Schafskäse aus Kampanien in Verbindung mit Orangenmarmelade, köstliche Pandoros aus Nord und Süditalien, insbesondere die sizilianische Version mit weißer Schokolade und Pistazien aus Bronte, auf deren Scheibe man noch etwas Pistaziencreme (!!!) streichen konnte; Milchprodukte und Käse aus dem nordtoskanischen Mugello-Gebiet, ein 60 Monate gereifter Parmigiano und ein von Hand in Scheiben geschnittener Parmaschinken von frei lebenden Schweinen, Kaffee aus den unterschiedlichsten kleinen Röstereien in der Toskana und zum Schluss aus Kampanien, von der Amalfiküste die Colatura di Alici di Cetara, eine würzige Sardellensauce, z.B. zum Verfeinern von Pastagerichten verwendet wird sowie in Limoncello bzw. Rum eingelegte Mini-Babàs.

Zum Glück kann man die Produkte auch im Taste-Shop erwerben und sich somit geschmackliche Erinnerungen mit Nachhause nehmen. Wem all dies nicht genügt, der kann sich außerhalb der Messe an den zahlreichen Foodevents „Fuori di Taste“ erfreuen, die bereits schon in der Woche vor der Messe beginnen und auf die gesamte Stadt verteilt sind.

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2016-03-17T17:34:35+00:00 15 März 2016|Categories: Aus Italien|Tags: , |0 Kommentare

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