Fast genau zwei Jahre nach der letzten Überschwemmung in der südlichen Maremma Toskana hat der monsunartige Regen auch am Montag, 13. Oktober 2014 wieder dasselbe Gebiet in eine absolute Notlage gebracht. Kleine Rinnsäle wurden durch die Bombe d`Acqua die Wasserbomben, wie sie hier genannt werden, binnen kürzester Zeit zu reißenden, zerstörerischen Flüssen. Innerhalb nur weniger Stunden Zeit fällt mehr Regen als in einem halben Jahr üblich. Dabei wurde nicht nur das Land überschwemmt sondern auch Straßen zerstört und Autos plötzlich weggeschwemmt, wobei auch zwei Frauen ums Leben kamen. Betroffen von den Unwettern war wieder das Gebiet südlich von Grosseto, von Albinia entlang der Küste, wenige Kilomter nördlich von Orbetello, vielen als Ausfahrt bekannt, um die herrliche Monte Argentario Küste zu erreichen, bis in das Hinterland in Richtung Manciano und Saturnia. Viele Landhäuser und Agriturismi wurden komplett überschwemmt. Waren die betroffenen Menschen gerade dabei sich von den Unwetterschäden aus dem Jahre 2012 zu erholen, wurden sie erneut Opfer des zerstörerischen Wassers. Leider scheint der Staat bisher nicht geholfen zu haben. Man hört von vielen, welche Kredite aufgenommen haben, um ihren Besitz zu retten, praktisch von vorne anzufangen und nun erneut dieser Rückschlag. Die Gäste des Hotel Terme di Saturnia waren in der Nacht von Montag auf Dienstag im Hotel eingeschlossen und konnten erst im Laufe des Dienstagmorgens evakuiert werden. Fast nichts scheinen die Wassermassen in den Untergeschossen der herrlichen Thermalanlage verschont zu haben, vom Thermalsee über das Restaurant, alles ist momentan von Schlamm bedeckt. Die etwas unterhalb des Hotels liegenden Terme del Mulino sollen sich gar gesenkt haben. Es blutet mir das Herz, dass dieses jahrtausendalte Geschenk der Natur binnen kürzester Zeit einen solchen Schaden erlangen konnte. Noch im Sommer kam ich mit der Fernsehmoderatorin Tamina Kallert während der Dreharbei