Vendemmia 2013 – Weinlese

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Vendemmia 2013 – Weinlese

Die Vendemmia 2013, die Weinlese hat sich in diesem Jahr im Vergleich zu den vergangenen Jahren um mindestens 2 Wochen nach hinten verschoben. Der Grund dafür ist ein lang anhaltender Winter und sehr feuchter Frühling, welcher zu einer Verspätung der Traubenreife führte. Erst spät, Anfang/Mitte Juli setzte der eigentliche Sommer ein und brachte für etwa einen Monat trocken-heiße Sommertage. Dann kam der heiß ersehnte Regen, so wichtig für die weitere Traubenreifung und ein herrlicher September, das I-Tüpfelchen für eine gute Restreife. Obwohl die Traubenernte überall in Italien erst relativ spät einsetzte, nimmt man an, dass es sowohl qualitativ als auch quantitativ ein sehr gutes Jahr wird. An der trocken-heißen toskanischen Küste werden die Winzer wohl in den nächsten Tagen ihre Ernte zum Abschluss bringen, während das etwas kühlere Hinterland sich wohl direkt an die Olivenernte anhängt.

Bei den Qualitätsweingütern wird auf beste Auswahl der Trauben geachtet, weshalb diese natürlich nur von Hand geerntet werden und auf Erntemaschinen verzichtet wird. Hier ist es sehr wichtig, dass nur die besten und unversehrtesten Trauben von erfahrenen Erntehelfern ausgesucht werden. Die mit Trauben gefüllten Körbe kommen dann direkt in den Weinkeller, um diese nicht noch unnötig in der Sonne verderben zu lassen, was natürlich die Weinqualität mindern würde. Die Körber dürfen nicht zu groß sein, damit die Trauben nicht von ihrem eigenen Gewicht zerdrückt werden. Zuerst werden die Stiele entfernt, dh. entrappt und danach werden die Trauben sanft gepresst, damit die Steine nicht beschädigt werden, welches später unangenehme bittere Noten im Wein hinterlassen würde. Es entsteht die so genannte Maische, welche durch erneutes Pressen zum Most wird. Dieser wird dann in Tanks gelagert, wo die eigentliche Gärung stattfindet. Zwar enthalten die Trauben bereits natürliche Hefen, allerdings reichen diese meist nicht aus, sodass zur Gärung noch zusätzliche Hefe verwendet wird, um den Zucker in Alkohol umzuwandeln. Im Grunde unterscheidet sich die Gärung von Rot- und Weisswein nicht. Beim Rotwein werden nach der Pressung aufgeplatzten Trauben inklusive Schalen und Steinen mitvergoren, was dem Wein schließlich eine intensivere Farbe und Tannine verleiht. Beim Weißwein hingegen wird nur der aufgefangene Saft vergoren. Viele Anbauer bevorzugen bei ihren Weißweinen eine temperaturkontrollierte Gärung, um somit fruchtige Aromen und den Geschmack beizubehalten. Ab 12-15%  ist die Gärung beendet, da die Hefe nicht mehr weiter gären kann. Es kann auch hier noch ein Restzuckergehalt übrig bleiben, allerdings ist dieser bei trockenen Qualitätsweinen sehr gering. Ausgenommen davon sind die Süßweine wie z. B. der toskanische Vin Santo oder der Moscadello di Montalcino. Es erfolgt nun der Abstich und der Wein kann abgefüllt werden.

Fotos von der Weinlese auf dem kleinen Landgut Il Falcone, in Suvereto, Toskana:

2014-04-06T22:02:25+00:00 3 Oktober 2013|Categories: Aus Italien, Wein|Tags: , |1 Kommentar

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Ich lebe seit fast 20 Jahren in der Toskana, die ich aufgrund meiner Arbeit wie meine Westentasche kenne. Entdecken Sie gemeinsam mit mir die Schönheiten, exzellente #Wein, köstliches #Essen & #Rezepte aus der #Toskana und #Italien, die wichtigsten #Events für Ihren #Urlaub in der #Toskana

Ein Kommentar

  1. Anamaria Breg 18. November 2015 um 17:17 Uhr

    Hallo liebe Daniela,

    Sie haben die richtige Wahl getroffen: Toscana.
    Ich habe auch oft mit dem Gedanken gespielt nach Florenz oder Siena zu gehen und dort zu leben. Getraut habe ich mich noch nie.
    Momentan lebe ich in Mühldorf, wo ich Italienisch unterrichte 

    Ich wünsche Ihnen alles Gute und hoffe von Ihnen zu hören.

    Liebe Grüße
    Anamaria

    PS die Homepage ist sehr schön

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