Heute hat Italien eine neue, wohl noch schlimmere Kältewelle erreicht. Hatte der Schnee in der vergangenen Woche noch in den nördlichen Küstenregionen der Toskana sowie im Hinterland halt gemacht, sind seit am Morgen bereits heftige Flocken und starker Wind zu verzeichnen; eine äußerste Seltenheit für die südliche Toskana-Küste, mit einem sehr warmem mediterranen Klima, dessen Tagestiefsttemperaturen im Winter selten unter 10° C fallen.

Anfang vergangener Woche begann die Kältewelle mit Schnee in weiten Teilen Italiens, der am Freitag vergangener Woche schließlich auch über die Hauptstadt Rom hereinbrach. Bereits Tage zuvor hatten Schnee und Glatteis Italiens Autobahnen, Zugstrecken insbesondere in der Emilia Romagna relativ lahm gelegt. Allerdings waren 30 cm Schnee für die Hauptstadt Rom, in der wohl nur die wenigsten Winterreifen oder gar Schneeketten haben, zu viel. Die Stadt war schlecht organisiert und kam somit mit den Räumungsarbeiten der Straßen und dem Salzstreuen nicht klar. Tausende Autofahrer sassen in ihren Autos auf den Straßen fest. In anderen Regionen, insbesondere in den Abruzzen sowie den Hügeln etwas nördlich von Frosinone, das so genannte Ciociara-Gebiet, liegt derart viel Schnee, dass einige Orte komplett von der Aussenwelt abgeschnitten sind. Auf abgelegenen Höfen wurden die Menschen teilweise mit Langlaufskien gerettet. Wasserleitungen halten der Kälte nicht stand, sind komplett eingefroren oder geplatzt. Die Menschen sind somit in vielen Teilen des Landes nicht nur von der Außenwelt abgeschnitten sondern auch komplett ohne Wasser und Strom, da die Stromleitungen den enormen Schneemassen nicht standhielten. Selbes Schicksal auch für eine Großzahl von Dächern. Aufgrund des normalerweise milden Klimas haben viele Bauernhöfe keine Ställe sondern einfach nur Ü