Heute, als ich in der Mittagspause Nachhause ging, stieg mir von der nahegelegenen Konditorei, der Pasticceria, ein angenehmer Duft von Anis und süßem Brot in die Nase. Dabei konnte es sich nur um die Schiacciata di Pasqua handeln. Komisch, dass ich diesen Duft in all den Jahren niemals so bemerkt hatte. In diesem Moment wurde mir bewusst, wie sehr ich doch die süditalienischen Traditionen, insbesondere die napolitanischen kenne! Nach fast 15 Jahren Toskana, habe ich erst in diesem Jahr, durch Zufall erfahren, dass das typische toskanische Osterbrot par excellance die Schiacciata di Pasqua ist und nicht die Colomba! Letzte Woche Donnerstag hatte ich einen Blog über die Schiacciata di Pasqua und deren Zubereitung geschrieben, ohne über jegliches Fotomaterial zu verfügen und, die man auch nicht einfach mal so zubereiten konnte, da die Zubereitung über zwei Tage geht.

Also musste eine Schiacciata her. Bereits am Abend im Supermarkt stiess mein Auge auf etwas brotartiges, ganz in der Nähe der Frischetheke und es war tatsächlich, die Schiacciata di Pasqua (Aussprache: „Skiatschata di Paskqua“). Die Bedienung erklärte mir, dass sie vom Vortag sei, sodass sie für mich außer Frage war. Am nächsten Morgen, in der Bäckerei fragte ich so ganz nebenbei, ob es auch zufällig eine Schiacciata di Pasqua gäbe. >>Ma certo, eccola, proprio davanti a te!!>> war die Antwort. Direkt