Die Pastiera Napoletana, in der Umgangssprache einfach als Pastiera bezeichnet ist eine neapolitanische Ricotta-Torte aus der Region Kampanien, die seit Jahrhunderten in jeder neapolitanischen Familie zu Ostern gebacken wird. Die Zutaten sind im Prinzip der Frühling, dh. ein frischer, gemischter Ricotta-Käse, dh. sowohl aus Schafsmilch als auch aus Kuhmilch wird, viele frische Eier, Milch, kandierte Früchte, Blütenessenz und Aromen wie Zimt oder gerne auch Vanille. Wenn wir Ostern nach Neapel fuhren so hatten Oma, Tante und Schwiegermutter bereits jede am Vortag ihre Pastiera gebacken, denn so sagten sie, erst dann kommen die Aromen so richtig hervor. Die einstige Ostertorte hat sich im Laufe der letzten Jahre zu einer echten neapolitanischen Spezialität gemausert, die man daher ganzjährig in den Konditoreien in und um Neapel vorfindet. Sie wird heute bei allen Festen gebacken und stellt auch ein leckeres Mitbringsel von Oma dar. In Neapel empfehle ich die Pastiera von Augustus oder Scaturchio!

Grundzutaten Pastiera Napoletana

Grundzutaten Pastiera Napoletana

Um eine echte Pastiera herzustellen, benötigt es auch der Originalzutaten. Wer sich mit der antiken neapolitanischen Küche genauer befasst, der wird feststellen, dass Butter für Kuchen nicht unbedingt verwendet wurde. Nein, anstatt Butter wurde Schweineschmalz („a sugna“) verwendet und dies wird auch heute noch traditionell von „echten“ Neapolitanern weitergeführt. Auf meine Frage „Wieso Schweineschmalz anstatt Butter verwendet wird“, antwortet die Nonna, dass man keine Butter hatte und auch das kostbare Olivenöl nicht für die Zubereitung von Kuchen verwendet wurde. Die „nördlichen“ Abwandlungen ist eine Pastiera mit Butter, die man natürlich auch ersatzweise verwenden kann. Desweiteren benötigt man Grano Cotto, gekochten Weizen, den man in Italien bereits in Gläsern von ca. 500 g vorgekocht findet, wobei man auch ersatzweise Graupen oder Reis verwenden kann. Man kann den Weizen auch selbst herstellen, indem man ihn für 3 Tage in Wasse