FRÜHSTÜCK AUF NEAPOLITANISCH

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FRÜHSTÜCK AUF NEAPOLITANISCH

Mein Mann hatte vergangene Woche die Idee, unsere neapolitanischen Freunde zum Frühstück einzuladen. Vereinbart war für 9.30, eigentlich für mich schon recht spät, wenn man bedenkt, dass unsere vierbeinigen Wecker automatisch spätestens um 8 Uhr „klingeln“ und ich morgens, nach dem Gassi gehen einfach etwas essen muss… Da ich die Italiener und insbesondere die Süditaliener mittlerweile recht gut kenne, war ich bereits auf etwas Verspätung vorbereitet. Um viertel vor zehn, haben wir uns schließlich telefonisch erkundigt und man sagte uns, dass man praktisch auf dem Wege sei.Als Faustregel sollte man sich merken, wenn der Italiener sagt: <<wir sind so gut wie da bzw. auf dem Wege>>, dann ist er meist noch Zuhause und muss sich bestimmt noch fertig machen. Schließlich, um knapp 11 Uhr kamen unsere Peppe und Claudia zum Frühstück….

Cappuccino fatto in casa

Da der Süditaliener im Allgemeinen nicht sehr viel frühstückt, höchstens einen Cappuccino oder einen Caffè Macchiato (dh. Espresso mit etwas warmer oder kalter oder aufgeschäumter Milch) und ein Brioche oder Croissant, bestand unser Frühstück aus meinem selbstgemachten Cappuccino, Toast, Brot, Butter, Marmelade etc. Lustig war bereits als Peppe den Edelstahl-Toaster im  Retrostil sah und mich fragte, was das denn sei. Als ich dann die Butterdose öffnete, um meinen Toast mit Butter zu bestreichen, mit einem etwas verdutzten, ja gar angeekelten Blick, fragte er mich, was ich denn da auf meinen Toast schmierte, ob es sich dabei eventuell um Käse handle. Ich erklärte ihm, dass die Nordeuropäer Butter auf das Brot schmieren und wir natürlich auch ursprünglich nicht mit Olivenöl kochten. Wir amüsierten uns köstlich, denn die Beiden sind eigentlich doch schon recht viel gereist, probieren aber nie sehr viel und sind wohl deshalb auch nicht so sehr offen, neues zu erfahren. Claudia erzählte uns schließlich, dass sie in einem Bed and Breakfast in Paris waren und es dort einen Wasserkocher gab, in dem man sich selbst das Wasser für den Tee kochen konnte. Giuseppe hatte keine Ahnung wie der Wasserkocher funktionierte, sodass er neben Wasser auch den Tee hinzu gab. Leider erzählte uns Claudia nicht, wie der Tee wurde, denn ein ernster Blick Giuseppes lies sie innehalten…

Verwandte und nützliche Weblinks

Tipps zum guten Gelingen eines echten Cappuccino ohne Aufschäumgerät

2014-01-30T11:57:43+00:00 20 März 2010|Categories: Aus Italien|Tags: , , |0 Kommentare

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