Castagnaccio – Toskanischer Kastanienmehlkuchen

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Castagnaccio – Toskanischer Kastanienmehlkuchen

Bei dem Castagnaccio handelt es sich um einen toskanischen Kuchen, der aus Kastanienmehl, Pinienkernen, Rosinen und Rosmarin hergestellt wird. Es ist ein wahres „Armendessert“, denn diese Erfindung entstammt aus Zeiten, als man in der Toskana, insbesondere auf dem Monte Amiata, nur sehr wenig Essen hatte und man versuchte mit dem Wenigen das Beste herzustellen. Tatsächlich war die Kastanie mit ihren wertvollen Auszügen ein wichtiges Grundnahrungsmittel. Auch Brot wurde damit gebacken, il pane dei poveri, das Brot der Armen. Tatsächlich sollte ein Kastanienbaum pro Person ausreichen, um den Winter zu überstehen. Im Laufe der Jahre musste der Castagnaccio modernen Desserts weichen und war somit fast in Vergessenheit geraten.

Es ist ein typisches Herbstdessert, da es insbesondere nach der Kastanienernte (September/Oktober) hergestellt wird. Im Alltag begleitet es der Toskaner mit einem roten Vino Nuovo, dem neuen Wein bzw. Novello. Die perfekte Begleitung für einen Castagnaccio ist allerdings der Vinsanto. Ein leckeres, nicht sehr süßes Dessert, welches spektakulär, am späten Sonntagnachmittag nach einem ausgiebigen Mittagessen vor dem Kaminfeuer eingenommen wird. Das beste Kastanienmehl kommt vom Monte Amiata. Das Kastanienmehl ist von Natur aus recht süß, sodass es keinerlei Zugabe von zusätzlichem Zucker bedarf. Bedenkt man, dass Kastanienmehl kein Gluten enthält und auch ansonsten kein weiterer Zucker hinzugefügt wird, kann man sagen, dass es wirklich ein sehr gesunder Nachtisch ist. Im Kastanienmehl stecken enorm wertvolle Inhaltsstoffe wie Kohlenhydrate, Eiweiss, Ballststoffe, Vitamine und Mineralien.

Castagnaccio - Toskanischer Kastanienmehlkuchen
Author: 
Cuisine: Toskana
Prep time: 
Cook time: 
Total time: 
Serves: 40
 
Ingredients
  • 300 g Kastanienmehl
  • 1 Prise Salz
  • 3 Gläser Wasser
  • 7 Esslöffel kaltgepresstes Olivenöl
  • 30 g Pinienkerne
  • 50 g Rosinen
  • 1 Zweig frischer Rosmarin
Instructions
  1. Das Kastanienmehl sieben, eine Prise Salz, 3 Gläser Wasser mit dem Schneebesen zu einem flüssigen, klumpenfreien Teig verarbeiten.
  2. Danach die 7 EL Olivenöl unterrühren und schließlich die ¾ der Pinienkerne sowie der Rosinen hinzugeben.
  3. Den Teig auf ein vorher, mit Olivenöl eingeöltes Backblech geben und darüber die restlichen Pinienkerne, Rosinen sowie den Rosmarin zupfen.
  4. Bei dieser Menge reicht ein kleines Backblech aus. Es sollte allerdings darauf geachtet werden, dass die Teighöhe nicht über 2 cm ist.
Der Castagnaccio ist dann fertig, wenn seine Oberfläche reist. Er sollte möglichst lauwarm verzehrt werden und kann abgedeckt 3-4 Tage aufbewahrt werden.
Wer ihn warm liebt, der kann ihn auch am nächsten Tage kurz vor dem Servieren noch einmal kurz in den Ofen schieben. Er ist dann gut durchgezogen und wenn er dann noch eine krokante Kruste bekommt, dann schmeckt er fast noch besser!!!
Natürlich kann man auch nach Geschmack noch mehr Pinienkerne oder Rosinen dazugeben. Sehr lecker sind auch Walnuskerne als zusätzliche Dekoration bzw. Teigzutat!

About the Author:

Ich lebe seit fast 20 Jahren in der Toskana, die ich aufgrund meiner Arbeit wie meine Westentasche kenne. Entdecken Sie gemeinsam mit mir die Schönheiten, exzellente #Wein, köstliches #Essen & #Rezepte aus der #Toskana und #Italien, die wichtigsten #Events für Ihren #Urlaub in der #Toskana

Ein Kommentar

  1. Die Kastanie - Karin Wallnöfer 13. Oktober 2015 um 17:29 Uhr

    […] Bei hartgesottenen Fans der Kastanie kommt es aber auch allein zum Einsatz, so zum Beispiel im castagnaccio, einem flachen Kuchen aus der Toscana, wo die Kastanie bis vor nicht allzu langer Zeit in harten […]

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