REZEPT MARMELLATA DI CIPOLLE

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REZEPT MARMELLATA DI CIPOLLE

Ja was ist denn das? Zwiebelmarmelade, werden Sie denken! Eventuell auch etwas angeekelt sein, bei dem Gedanken diese am Morgen auf Ihrem Frühstücksbrötchen zu verspeisen. Aber die Marmellata di Cipolle, die Zwiebelmarmelade, ist nichts von Alledem.

Rote Zwiebeln aus Tropea

Rote Zwiebeln aus Tropea

Man isst sie nicht mit Butter auf dem Brötchen sondern sie dient als köstlich-delikate Beilage für einen guten gereiften Käse, wie z. B. unser toskanischer Pecorino di Pienza oder für Fleisch.

Zur Herstellung der Marmellata di Cipolle benutzt man am besten die roten, etwas ovalen Zwiebeln, die aus Tropea (Kalabrien, Süditalien) stammen und auch deshalb als Cipolle di Tropea bezeichnet werden. In Kalabrien findet man diese Ziebeln zusammengeflochten, sodass sie meist traubenförmig angeordnet sind (siehe Foto). Natürlich findet man sie auch lose.

Diese Zwiebeln sind ganz besonders süß und delikat, irgendwie sehr „fleischig“, sodass sie auch in rohem Zustand (meiner Auffassung nach) viel leckerer sind als die normalen Zwiebeln (die ich persönlich aufgrund ihres sehr starken Nachgeschmackes nicht mag).

 

REZEPT MARMELLATA DI CIPOLLE
 
Autor:
Rezeptart: Marmelade
Küche: Süditalien
Zutaten
  • rote Zwiebeln (aus Tropea)
  • Balsamico-Essig
  • Salz
  • Gelierzucker
Zubereitung
Die Herstellung der Marmelade geht eigentlich recht schnell, allerdings müssen die Zutaten einige Stunden ziehen, sodass sich deren Zubereitung am besten am Morgen lohnt.
  1. Man entfernt die Schale, schneidet die Zwiebeln in der Hälfte durch und dann in dünne Scheiben.
  2. Danach wiegt man sie (wird später für die Zuckermenge benötigt), gibt sie in einen Topf, etwas Salz und den Balsamico-Essig darüber (ich mache es nach Gefühl, eine gute Dosis, dass praktisch die oberen Zwiebeln gut bedeckt sind) lässt sie so ca. 4 Stunden abgedeckt ziehen.
  3. Nach 4 Stunden ziehen, gibt man die Hälfte des Zwiebelgewischtes an Gelierzuckers darüber und läßt sie dann, weitere 4-5 Stunden, abgedeckt ziehen. Es lohnt die Zwiebeln bereits zu Anfang in einen großen Topf zu geben, wo die Marmelade später gekocht wird. Danach bringt man die Zwiebel-Essig-Zuckermasse zum Kochen und lässt sie ca. 25-30 Minuten bei niedriger Hitze köcheln.
  4. In saubere, desinfizierte Gläser füllen (es empfiehlt sich kleine Gläser zu nehmen), sofort mit dem Deckel verschließen, auf den Kopf stellen und so erkalten lassen. Die Marmelade ist so luftdicht und haltbar. Vorsicht, die Gläser sind heiss und daher nur mit Tuch oder Topflappen anfassen.

Mein Tipp:

Da die Zwiebeln die Hände ungemein dunkelrot einfärben, lohnt das Tragen von Einweghandschuhen, da es tatsächlich mehrere Tage dauert, bis die Farbe von den Fingern entfernt ist.

About the Author:

Ich lebe seit fast 20 Jahren in der Toskana, die ich aufgrund meiner Arbeit wie meine Westentasche kenne. Entdecken Sie gemeinsam mit mir die Schönheiten, exzellente #Wein, köstliches #Essen & #Rezepte aus der #Toskana und #Italien, die wichtigsten #Events für Ihren #Urlaub in der #Toskana

4 Kommentare

  1. sonia 18. November 2009 um 09:04 Uhr

    Fantastica, io l‘ ho provata ed è super, insieme ad un buon formaggio pecorino toscano….la morte sua!
    Naturalmente con queste divine cipolle…..
    Ho l’acquolina in bocca.

  2. Daniela Braun 18. November 2009 um 10:01 Uhr

    Ciao Sonia, stimmt zusammen mit einem guten Pecorino-Käse aus der Toskana ist die Marmelade eine einzigartige Köstlichkeit!

  3. wendt-rupert von knobloch 12. Dezember 2011 um 11:38 Uhr

    Zwiebelmarmelade oder Zwiebelkonfitüre gibt es laut EU-Verodnung nicht, da die Zwiebel ein Gemüse ist! Ein Hersteller eines solchen Zwiebelaufschnitts möge sich gemäß Aussage der EU eben deshalb einen Phantasienamen ausdenken.
    Ich schlage vor man nennt dieses Produkt Konfilade, zusammengesetzt aus KONFItüre und marmeLADE, oder auch Marmetüre …

    Lieben Gruß, gezeichnet – von Knobloch

  4. Daniela Braun 17. Januar 2012 um 09:12 Uhr

    Die Marmellata di Cipolle, auf Deutsch uebersetzt Zwiebelmarmelade gibt es bereits seit Jahrhunderten, da wurde an die EU noch gar nicht gedacht. Oh mamma mia, dann wissen die EU-Kommisare ueberhaupt nicht, was sie da verpasst haben!
    Wenn man alle traditionellen Rezepte laut EU-Verordnung streichen wuerde, dann waeren wir hier ganz schoen arm dran… Wie war das noch gleich, vor einigen Jahren wollte man die Steinoefen vergbieten, da eben krebserregend bzw. frische Eiernudeln, die Pasta Fresca, DAS SONNTAGSESSEN der Italiener, aus denen Tagliatelle, Pappardelle, Tortelli u.v.m. hergestellt werden, eben wegen der darin enthaltenen frischen Eier. Wenn man bedenkt, wie krebserregend Zigaretten sind und selbst wenn Steinofenpizza bzw. eine Pizza cotta nel forno a legna krebserregend sein sollte. Frage dazu: wieviel raucht der Raucher und wie oft isst man eine Pizza cotta nel forno a legna? EU-Verordnung hin, EU-Verordnung her, mache trotzdem jedes Jahr diese Marmelade und man kann sie auch von kleinen Anbietern in Delikatessenlaeden kaufen:-)

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