Trippa alla Fiorentina – Kutteln Florentiner Art

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Trippa alla Fiorentina – Kutteln Florentiner Art

Trippa alla Fiorentina sind Kutteln Florentiner Art, eine der Spezialitäten in Florenz, die man überall in der Stadt, einmal bei den Trippai, den Verkäufern von Trippa an ihren Ständen als günstiges, lokales Street Food kaufen kann sowie kann man sie auch von den einfachsten Trattorien bis hin zu Sterne-Restaurant verkosten.

Die Florentiner esssen ihr lokales Street Food gerne beim Trippaio des Mercato Centrale oder beim Antico Trippaio in der Piazza de Cimatori (praktisch hinter der Piazza della Signoria in Richtung Santa Croce) so ganz nebenbei als nahrhafter Snack oder für das schnelle Essen. Sagen wir einmal, es handelt sich hier um ein jahrhundertealtes florentinisches „Fast Food“, das die Florentiner auf jedem Fall jedem Burger vorziehen.

Überall in der Toskana kann man die Trippa sowohl im Supermarkt als auch beim Metzger bereits gereinigt und vorgekocht kaufen. Die Trippa selbst besteht aus  Pansen, Netz- und Blättermagen, während der dunklere und zartere Labmagen als Lampredotto bezeichnet wird. Ich muss zugeben, dass ich die Trippa lieber beim Metzger meines Vertrauens kaufe, denn das Fleisch wird bei ihm nicht chemisch gebleicht, wie jenes im Supermarkt sondern noch traditionell zubereitet. Dazu wird der Magen (jener, den Barfer gern für ihren Hund kaufen) gereinigt und gekocht, wobei der enorm starke Geruch verloren geht. Einmal pro Woche, am Mittwoch gibt es beim Metzger meines Vertrauens frische Trippa. Insbesondere während der Wintermonate sollte man sollte sie vorbestellen, denn ansonsten ist bereits bis zum Mittag der gesamte Trippavorrat ausverkauft. So erging es mir auch letzte Woche Donnerstag, als mich morgens eine SMS von meinem Mann erreichte, der sich Trippa zum Abendessen wünschte. Natürlich hatte unser Metzger seinen Trippavorrat noch am selben Mittwochmorgen ausverkauft, über 30 Kilo seien es gewesen! Sollte Ihr Metzger die Kutteln nicht bereits gereinigt und vorgekocht verkaufen, so kann man dies auch selbst tun, indem man sie gut unter warmem Wasser abwäscht und schließlich ca. 10 Minuten in einer Mischung aus Wasser und Essig zu kochen. Danach kann man sie für die unterschiedlichsten Rezepte verwenden.

Dieses Mal habe ich vorrausschauend meine Trippa vorbestellt:

Trippa alla Fiorentina - Kutteln nach Florentiner Art
Author: 
Prep time: 
Cook time: 
Total time: 
Serves: 4
 
Ingredients
  • 1 kg Kutteln (bereits gereinigt, vorgekocht)
  • Olivenöl
  • 1 Stängel Sellerie
  • 1 Zwiebel
  • 1 Karotte
  • Tomaten (frisch und geschält oder im Winter aus der Dose)
  • Salz
  • Pfeffer
Instructions
  1. Kleingehackten Zwiebeln, Sellerie, Karotten bei niedriger Flamme im Olivenöl dünsten.
  2. Die in ca. 2 cm breite Streifen geschnittene Kutteln dazugeben und einige Minuten weiterdünsten, dass die Kutteln den Geschmack annehmen.
  3. Nach einigen Minuten die in Würfel geschnittenen Tomaten hinzu geben, salzen, pfeffern und weiterhin bei niedriger Flamme einköcheln lassen.
  4. Hat die Sauce eine gute Konsistenz erreicht (nach ca. 30-40 Minuten), kann die Trippa mit frisch geriebenem Parmigiano sowie frischem Weißbrot serviert werden. Die Trippa sollte weder zu weich noch gummiartig sein. Ist sie gummiartig, bedeutet das, dass sie noch weiter kochen muss.

Tipp:

Für Sugos die einköcheln müssen, benutze ich gerne einen Terrakotta-Topf. Als Wein empfehle ich einen jungen Chianti mit hohem Säuregehalt wie einen Chianti Rufina oder auch Chianti Colli Fiorentini.

2016-12-30T14:37:38+00:00 28 Januar 2016|Categories: Fleisch, Rezepte|Tags: , |4 Comments

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Ich lebe seit fast 20 Jahren in der Toskana, die ich aufgrund meiner Arbeit wie meine Westentasche kenne. Entdecken Sie gemeinsam mit mir die Schönheiten, exzellente #Wein, köstliches #Essen & #Rezepte aus der #Toskana und #Italien, die wichtigsten #Events für Ihren #Urlaub in der #Toskana

4 Kommentare

  1. Sonja 19. Februar 2016 um 11:39 Uhr

    Ich liebe ja die italienische Küche, aber Kutteln bekomme ich nicht runter…

  2. Daniela Braun 19. Februar 2016 um 19:22 Uhr

    Ach da gibt es doch genuegend andere Moeglichkeiten! Man hat auch ohne Innereien noch ganz viele Koestlichkeiten zur Auswahl 🙂 Innereien gehoeren aber nun einmal zur Kultur dazu und die Italiener sind es auch gewoehnt. Trippa etc. sind in Florenz ein absolutes Kultgericht und die Florentiner sind absolute Fans. Wenn man so etwas bei „italienischen“ Gaesten zubereitet, hat man gewonnen…

  3. Fritz Zimmermann 7. Juni 2017 um 08:57 Uhr

    ich habe die kutteln Fiorentiner art heute zubereitet. ein herrlich mundendes gericht und ich kann es nur weiter empfehlen!

  4. Daniela Braun 7. Juni 2017 um 11:18 Uhr

    Lieber Fritz Zimmermann,
    vielen Dank für das Feedback und es freut mich sehr, dass die Kutteln gemundet haben! Sonnige Grüße in die Schweiz, Daniela

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