Der archäologische Bergbaupark San Silvestro befindet sich außerhalb des kleinen Hügeldorfes Campiglia Marittima, nicht weit vom Meer der Etruskerküste. Der Park erstreckt sich auf ca. 450 ha Fläche innerhalb eines ehemaligen Bergwerkes. Die Gegend wird als Colline Metallifere bezeichnet, auf Deutsch: die Erzhügel. Bereits in der Antike (zwischen dem 7. und 1. Jh. v.Chr.) began nen die damaligen Bewohner der Gegend – die Etrusker – mit den Grabungen sowie dem Abbau von Erz und Marmor. Die Etrusker gruben mit sehr einfachen Mitteln enge Gänge und Schächte, auf der Suche nach den wertvollen Mineralien wie Silber und Kupfer. Aufgrund der enormen Enge nimmt man gar an, dass sogar Kinder an den Arbeiten beteiligt waren. Dank ihrer Erfahrung waren die Etrusker in der Lage für sie wertvolle Metalle ohne wissenschaftliche Mittel zu erkennen und zu nutzen, wovon noch heute die Ausgrabungen der antiken Schmelzöfen, wie z.B. bei der Madonna di Fucinaia (nahe des Parkeingangs) zeigen. Eng war die Geschichte dieser Gegend mit dem nahegelegenen Populonia verbunden. Die Vernichtung der Etrusker durch das römische Reich ließen den Bergbau bis ins frühe Mittelalter unterbrechen.

Antikes Grubenloch, etruskischer Herkunft?

Antikes Grubenloch, etruskischer Herkunft?

Im frühen Mittelaler lies die Grafenfamilie della Gherardesca den Festungsort Rocca di San Silvestro errichten, um dort dem Abbau der wertvollen Minerale nachzugehen. Hier lebten in Hochzeiten etwa 200-250 Mensc