Der 19. März ist dem heiligen Josef, it. San Giuseppe gewidmet, dh. der Namenstag aller „Giuseppe“ und ist auch gleichzeitig in Italien der Vatertag. Zwar ist es heute in Italien kein Feiertag mehr, allerdings gibt es traditionell, in jeder italienischen Region typische Spezialitäten, wie z.B. in der Toskana die köstlichen Frittelle di Riso (Reiskrapfen) mit Cremefüllung, die man in jeder Bäckerei und Konditorei, meist schon einige Tage vorher erhält. In Kampanien, insbesondere in der Gegend um Neapel, gibt es  la Zeppola di San Giuseppe traditionell nur am 19. März. In Süditalien, dh. in der Gegend um Neapel, ist der Namenstag noch wichtiger als der Geburtstag.

Zum Namenstag gratuliert man dort Freunden und Verwandten und in der Familie wird dieser auch gefeiert. Der Name Giuseppe ist in Süditalien ein sehr häufiger Name, sodass mein Mann – neapolitanischer Abstammung – am Freitag einiges zu tun hatte, um seine Freunde und Verwandten anzurufen und zu beglückwünschen, darunter auch unseren Freund Peppe (Abkürzung von Giuseppe), aus meinem Artikel „Frühstück auf Neapolitanisch„. Peppe und Claudia waren eigens für dieses Wochenende nach Neapel, zu ihrer Familie gereist, da einmal sein Namenstag war und, was für ein Zufall, am Samstag auch noch Claudias Geburtstag.
Obwohl mein Mann neapolitanischer Abstammung ist, hatte ich bis zu diesem Jahr noch nie die Möglichkeit das Original zu verkosten. Wie es der Zufall wollte, waren wir am Abend in unserer Lieblingspizzeria im Ort zu Gast, in dem der Besitzer, wie soll’s