Rezept: Spaghetti alla Carbonara

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Rezept: Spaghetti alla Carbonara

Spaghetti alla Carbonara, ein super-schnelles Gericht, mit Zutaten, die man bestimmt Zuhause hat und das noch dazu äußerst lecker ist.

Die Spaghetti alla Carbonara aus dem Latium zählen wohl zu den berühmtesten italienischen Gerichten, allerdings woher der Name stammt, darüber streiten sich noch die Gemüter. Die wohl logischste Version ist jene, welche sie den einfachen Köhlern (it. carbonaio) zuordnet, da es sich um sehr einfache Zutaten handelt, die schnell zubereitet werden konnte, gut zu transportieren waren, da die Köhler sich um die Holzkohle zu kümmern hatten. Es war eine Art Evolution der einfachen Pasta mit Cacio e Uova (Pasta mit Pecorino und Ei), ebenfalls sehr ähnlich der Spaghetti all`Amatriciana oder Pasta alla Gricia. Das abruzzesische Wort „Carbonada“ stand tatsächlich für Fleisch, welches auf Holzkohle zubereitet wurde. Olivenöl war etwas sehr wertvolles und konnte auch nur schwierig transportiert werden, sodass das fettige Guanciale-Fleisch für die Köhler nicht nur nahrhaft war sondern auch das Öl ersetzte.

Für das Originalrezept der Spaghetti alla Carbonara werden nur wenige Zutaten wie Spaghetti, Guanciale (getrocknete Schweinebacke), Eier, Pecorino Romano (sehr salziger Pecorino-Käse aus der Gegend um Rom), Salz und schwarzer Pfeffer benötigt. Alle weiteren Zutaten sind nicht nötig bzw. in diesem Falle keine Spaghetti alla Carbonara sondern ein anderes Rezept. Eine wahre Straftat ist es Zwiebeln, Knoblauch, Sahne oder Kochschinken zu verwenden. Zugelassene Alternativen hingegen sind anstatt des Guanciale einfacher getrockneter Speck sowie anstatt des Pecorino Romano normaler reifer Pecorino oder auch Parmigiano Reggiano.

Guanciale – getrocknete Schweinebacke

Das Guanciale stammt aus dem Latium bzw. der angrenzenden Bergregion den Abruzzen, wo es für zahlreiche Rezepte wie die Spaghetti all`Amatriciana oder die Pasta alla Gricia verwendet wird. Guanciale ist dem Speck sehr ähnlich, allerdings wird anstatt des Bauchfleisches das Fleisch aus der Schweinebacke verwendet. Desweiteren hat Guanciale im Vergleich zum Speck einen höheren Fettgehalt sowie einen intensiveren Geschmack. Die Schweinebacke wird in einer Gewürzmischung (Salz, scharzem Pfeffer, Kräutern) gepökelt und schließlich zum Trocknen aufgehängt. Man schneidet es am besten in Längsstreifen anstatt Würfel, um somit sowohl Fett als auch Fleisch an einem Stück zu erhalten. Würde man es würfeln, so hätte man entweder Fleisch oder Fett.

Rezept: Spaghetti alla Carbonara
Author: 
Recipe type: Hauptspeisen
Cuisine: Italien
 
Ingredients
  • 400 g Spaghetti
  • 150 g in Längsstreifen geschnittenes Guanciale (getr. ital. Schweinebacke) oder als Alternative getrockneter Speck
  • 4-6 frische Bio-Eier
  • Salz
  • frisch gemahlener, scharzer Pfeffer
  • reifer, frisch geriebener Pecorino-Käse oder als Alternative Parmigiano Reggiano
Instructions
  1. Wasser in einem hohen Topf zum Kochen bringen. In der Zwischenzeit schneiden Sie den Speck in ca. 1 cm große Würfel.
  2. Die Guanciale-Streifen in eine Pfanne in der Pfanne zergehen lassen (bei Benutzung des magereren Specks evtl. etwas Olivenöl hinzugeben) und im eigenen Fett knusprig braten.
  3. Die Eier trennen und nur das Eigelb verwenden, die mit der Gabel etwas aufschlagen werden, etas frisch gemahlenen Pfeffer sowie den frisch geriebenen Pecorino hinzugeben.
  4. Die Spaghetti in sprudelndes Salzwasser geben und zeitlich nach Packung kochen. Das Wasser sollte nicht zu viel noch zu wenig gesalzen sein, ein Tipp hier ist, das Wasser abzuschmecken. Man sollte das Salz erst in das Wasser geben, wenn dieses bereits kocht, da es sonst länger dauert. Die Nudeln sollten immer in reichlich Salzwasser kochen und sprudelnd kochen können. Die auf den Packungen angegebene Zeit sollte ungefähr eingehalten werden.
  5. Nach Ablauf der angegebenen Garzeit einen Spaghetto mit der Gabel aus dem Wasser ziehen und kosten, ob dieser “al dente”, dh. bissfest, ist.
  6. Abschütten und die Spaghetti mit dem Guanciale vermischen und schließlich das Eigelb hinzugeben und mit einem Pastalöffel (die italienische Hausfrau hilft sich hier mit 2 Gabeln) und kräftig durchmengen. Das Ei sollte noch "roh" und cremig resultieren und nicht stocken.
  7. Sofort im Teller anrichten, eventuell noch etwas geriebenen Käse sowie Pfeffer darüber und servieren! Buon Appetito!

Weintipp:
Wir sind im Latium und was gibt es besseres als einen lokalen Wein, wie z.B. einen in den Hügeln südlich von Rom hergestellten trockenen und würzigen Weißwein Frascati Superiore DOCG. Zu seiner Herstellung sind die Traubensorten Malvasia, Bellone, Bombino sowie Trebbiano erlaubt. Als Alternative zum wohl in Deutschland nicht sehr leicht zu findenden Frascati kann ein Pinot Bianco sein.
2017-04-07T11:30:52+00:00 17 Februar 2009|Categories: Fleisch, Pasta, Reis & Suppen, Rezepte|Tags: , , |0 Kommentare

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Ich lebe seit fast 20 Jahren in der Toskana, die ich aufgrund meiner Arbeit wie meine Westentasche kenne. Entdecken Sie gemeinsam mit mir die Schönheiten, exzellente #Wein, köstliches #Essen & #Rezepte aus der #Toskana und #Italien, die wichtigsten #Events für Ihren #Urlaub in der #Toskana

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