Spaghetti alla Carbonara, ein super-schnelles Gericht, mit Zutaten, die man bestimmt Zuhause hat und das noch dazu äußerst lecker ist.

Die Spaghetti alla Carbonara aus dem Latium zählen wohl zu den berühmtesten italienischen Gerichten, allerdings woher der Name stammt, darüber streiten sich noch die Gemüter. Die wohl logischste Version ist jene, welche sie den einfachen Köhlern (it. carbonaio) zuordnet, da es sich um sehr einfache Zutaten handelt, die schnell zubereitet werden konnte, gut zu transportieren waren, da die Köhler sich um die Holzkohle zu kümmern hatten. Es war eine Art Evolution der einfachen Pasta mit Cacio e Uova (Pasta mit Pecorino und Ei), ebenfalls sehr ähnlich der Spaghetti all`Amatriciana oder Pasta alla Gricia. Das abruzzesische Wort „Carbonada“ stand tatsächlich für Fleisch, welches auf Holzkohle zubereitet wurde. Olivenöl war etwas sehr wertvolles und konnte auch nur schwierig transportiert werden, sodass das fettige Guanciale-Fleisch für die Köhler nicht nur nahrhaft war sondern auch das Öl ersetzte.

Für das Originalrezept der Spaghetti alla Carbonara werden nur wenige Zutaten wie Spaghetti, Guanciale (getrocknete Schweinebacke), Eier, Pecorino Romano (sehr salziger Pecorino-Käse aus der Gegend um Rom), Salz und schwarzer Pfeffer benötigt. Alle weiteren Zutaten sind nicht nötig bzw. in diesem Falle keine Spaghetti alla Carbonara sondern ein anderes Rezept. Eine wahre Straftat ist es Zwiebeln, Knoblauch, Sahne oder Kochschinken zu verwenden. Zugelassene Alternativen hingegen sind anstatt des Guanciale einfacher getrockneter Speck sowie anstatt des Pecorino Romano normaler reifer Pecorino oder auch Parmigiano Reggiano.