Ausspannen, nichts als Ausspannen und weg vom Chaos, unter der heißen Sonne und dann am Meer (als ob ich nicht da schon wohnen würde…), über ein Wochenende, also daher nicht zu weit von zu Hause weg. In Frage kam daher also nur eine der toskanischen Inseln. Wir hatten die Wahl zwischen Giglio, Elba und Capraia. Da wir sowohl Giglio als auch Elba schon kannten, fiel die Wahl auf Capraia.
Die Insel Capraia ist vulkanischen Ursprungs und befindet sich etwa 44 Meilen vor Livorno, ganz nah an den Inseln Korsika und Sardinien (tatsächlich hatten wir teilweise franz. Roaming).

Livorno, Blick von der Piazza Mascagni auf das tobende Meer.

Livorno

Capraia hat eine Fläche von nur 20 qkm und ist somit die drittgrößte Insel (nach Elba und Giglio) des toskanischen Archipels. Sie misst an ihrem höchsten Punkt 447 m. Der Name Capraia stammt von den Wildziegen (it. capra), die einst auf der Insel lebten. Der einzige bewohnte Teil der Insel, der Ort des ehemaligen Gefängnisses, hat heute etwa hundert Einwohner. Auch im Sommer gibt es hier keine Invasion von Touristen, da die Unterkünfte auf der Insel begrenzt sind. Außerdem sind Autos verboten. Der gesamte Felsen, ausgenommen das bewohnte Gebiet, ist Teil des Naturparks Parco Nazionale dell’Arcipelago Toscano. Einziger Sandstrand der Insel ist die kleine Bucht Cala della Mortula. Die anderen Buchten sind Felsenbuchten, deren kristallklares Wasser ideal für unvergeßliche Tauchgänge ist (hier bitte Vorsicht, da der größte Teil der Insel Naturpark ist und man sich ihr mit dem Boot nicht immer nähern kann).