Fiaccolata Abbadia San Salvatore

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Fiaccolata Abbadia San Salvatore

Jedes Jahr am 24. Dezember, dem Heiligabend, findet Fiaccolata das Fackelfst in Abbadia San Salvatore, ein Hügelort am Hang des Monte Amiata, statt. Abbadia San Salvatore liegt in fast 900 m Höhe auf der sienesischen Seite des 1738 m hohen erloschenen Vulkanberges, der die Maremma und das Orciatal voneinander trennt. Hier sind die Winter relativ kalt und es schneit auch häufig. Auf dem Monte Amiata gibt es daher einen Skilift und man kann dort Abfahrt- sowie Langlaufski und Bobs mieten.

Aufbau der riesigen Fackeln in Abbadia San Salvatore

Bereits Tage vorher bauen insbesondere die Jugendlichen aus dem Ort die riesigen, bis zu sieben Meter hohen Holzstapel an den unteschiedlichsten Ecken des historischen Zentrums auf. Bis zu 20 pyramidenartig aufgebaute Holzstapel sind es; für jeden einzelnen Stapel bringen die Einwohner das Holz direkt zum Ort, wo es zugeschnitten und anschließend aufgebaut wird. Um 18 Uhr eröffnet der Bürgermeister vor dem Rathaus die Fiaccolata durch das Anzünden der dortigen Holzpyramide. Natürlich geschieht dies nicht ohne den Segen der Kirche. Zwei Männer klettern dazu mit ihren Fackeln die Holzpyramide nach oben, um sie dort anzuzünden. Danach geht es weiter, durch den Ort zur nächsten Riesenfackel, vor der auch wieder eine kurze Segnung sowie ein Ständchen des örtlichen Musikvereins gespielt wird, bis auch die letzte Fiaccola angezündet wurde.

Das Anzünden der ersten Fackel vor der Gemeinde

Die Fackeln brennen dann bis tief in die Nacht hinein. Im gesamten Ort gibt es Stände mit kleinen Snacks, Wein, Glühwein sowie typischen Köstlichkeiten wie Panino con Salsiccia, Lampredotto oder Trippa im Brötchen, Pizza, Wurst, Käse… Wer im Restaurant speisen möchte, der sollte auf jeden Fall vorher reservieren, denn in Italien isst man am Heiligabend entweder in der Familie oder man geht aus. Der 24. Dezember ist in Italien übrigens ein ganz normaler Arbeitstag und die Geschäfte sind überall bis am Abend geöffnet. Erst ab Mitternacht beginnt Weihnachten. Daher beginnen die einzelnen Ortsteile, ganz in der Nähe einer jeden Rieselfackel, ab Mitternacht damit Wildschwein, Steaks usw. anzubieten. Bis dahin gab es an diesen Ständen einzig und allein Glühwein, Schiaccia sowie Süßes. Traditionell wird an Heiligabend in Italien kein Fleisch gegessen und erst ab dem 25. Dezember, dh. dem ersten Weihnachtsfeiertag gibt es Fleisch. Bis in die frühen Morgenstunden wird gefeiert und gegessen.

2016-12-27T11:43:02+00:00 25 Dezember 2016|Categories: Aus Italien|Tags: , , , |0 Kommentare

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