Der Italiener hat keinen Nikolaustag, aber dafür ist am 8. Dezember in Italien Feiertag La Festa dell’Immacolata Concezione, ein katholischer Feiertag, auf Deutsch „das Fest der unbefleckten Empfängnis„. Es wird gefeiert, dass die Gottesmutter Maria vor dem Makel der Erbsünde bewahrt wird. An diesem Tage sind die Geschäfte geöffnet, sodass sehr viele diesen nutzen, um Weihnachtsgeschenke zu kaufen. Andere nutzen diesen Tag zum Schmücken des Weihnachtsbaumes. Da in Mailand am 7.  Dezember dem Schutzheiligen Sant’Ambrogio gedacht wird, dh. dort ein Feiertag ist, nutzen viele Mailänder diese beiden Feiertage, um einen Kurzurlaub in den Kunst- und Kulturstädten einzulegen oder aber, wenn es das Wetter zulässt – so wie in diesem Jahr – zum Skifahren.

Auch wir möchten den Feiertag zum Weihnachtsbaumschmücken nutzen. Mein Mann hatte die Aufgabe einen Weihnachtsbaum auszusuchen, was er auch im wahrsten Sinne des Wortes getan hat: reichte ihm beim letzten Mal noch ein Kleinwagen zum Weihnachtsbaumtransport, so musste er in diesem Jahr mit dem Lastwagen gebracht werden! Als es klingelte und er mich bat ihm dabei zu helfen den Baum nach oben zu tragen, glaubte ich an einen Scherz! Ein ca. 3 m hoher riesiger Baum (zumindest hoffte ich, dass er nicht höher war) wartete darauf, in den 4. Stock getragen zu werden! Da war wieder einmal entweder der kleine Junge oder der Italiener mit ihm durchgegangen, denn er meinte, dass wenn man Weihnachten fühlen wolle, auch ein „richtiger“ Baum her müsse. Mamma mia, dann wird er aber in diesem Jahr ein riesiges Gefühl von Weihnachten haben. Ich bat ihn zunächst einmal, bevor wir eventuell eine böse Überraschung erlebten und der Baum nicht in das Wohnzimmer passte, erst einmal den Baum genau zu messen. <<Nein, nein, der passt! >> meinte er nur. Ich fragte ihn, ob er ihn denn gemesse